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Der israelitische Volkslehrer · 1851-05-01 · Heft 5 (Mai 1851) · page 20

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
1 (1851)
Issue
Heft 5 (Mai 1851)
Date
1851-05-01
Page
– (sequence 20)
Language
German
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Au« der Fundgrube der ^s^S». ich kenne diesen Gott nicht; wartet! ich werde in dem Götterverzeichniß seinen Namen suchen. Er suchte und suchte und fand ihn nicht. Da sprach er: euer Gott kann nickt eristiren; ich finde ihn nicht unter meinen Göttern! Jene aber erwkcderten: die Todten begräbt man in der Nähe der Lebenden; dort findet man sie; begräbt man aber die Lebenden auch unter den Todten? Deine Götter sind todte Götter, unser Gott ist ein lebendiger Gott, der Beherrscher der Unendlichkeit. Pharao fragte nun: welche Heldenthatcn hat er verrichtet? Sie erwiederten: seine Macht und Herrlichkeit erfüllt die weite Welt; er hat dich erschaffen und von ihm ist der Geist deines Lebens; er bat die Himmel ausgedehnt und die Erde gegründet; seine Stimme sprüht glühendes Feuer, zerschmettert Felsen , hebt Berge von ihrem Sitze weg; sein Bogen ist aus Feuer, seine Pfeile sind 'flammende Gluthen; Wolken sind sein Panzer, der Blitz ist sein Schwert; eine Feuersäule ist seine Lanze. Doch kleidet er auch die Berge in Grün und die Hügel mit Pflanzenschmuck; sendet belebenden Regen, erquickenden Thau und hüllt in Blüthengewand die Erde. Er steht den Thieren bei in der Stunde der Noch, und seine Liebe bildet das Kind unterm Mutterherzen und führt es an's Licht. Und wisse es, stolzer König, er ist's, der Könige einsetzt und Könige absetzt. Da sprach Pharao zu seinen Rathen: „kennt ihr einen solchen Gott? ich kenne ihn nicht! der Nil ist ja der höchste Gott Aegyptens, und ich bin der Meister des Nils, wer ist der Herr, dem ich gehorchen soll?" Da sprach Gott im Himmel: Lästerer, du sprichst, wer ist der Herr? du wirst einst noch ausrufen im Staube flehend: Der Herr ist gerecht, und ich und mein Volk sind Sünder! — (5.) 4. Wie will ein Mensch gegen den Willen Gottes an« kämpfen? Ein schwaches Heer, das die Höhen besetzt hat, ist im Vortheil gegen eine starke Macht, die im Thale kämpft; uck wie viel mehr ist die starke Macht im Vortheile gegen die schwache, wenn jene die Höhen im Besitz hat. Und der Mensch wollte ankämpfen wider Gott! (24.) —

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