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Der israelitische Volkslehrer · 1851-04-01 · Heft 4 (April 1851) · page 20

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
1 (1851)
Issue
Heft 4 (April 1851)
Date
1851-04-01
Page
– (sequence 20)
Language
German
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Lon der Auferstehung. den künstigen Dingen nach unserem Tode nicht lüftete, daß er selbst die Fortdauer des Geistes, deren Gewißheit ihn doch so sicher durchdrang, als er bei der Schöpfung den Geist als einen himmlischen Gast auf Erden einkehren läßt, doch nur in leisen Andeutungen berührt, überall auf das Diesseits und unser Leben und Hoffen auf Erden hinweisend, damit sein Volk sich nicht ins Unklare und in alle jene Träume verliere, welche die Israeliten in der babylonisch-persischen Zeit in ihr Religionswesen aufgenommen haben. Wir aber, m. Fr., sind von unserem großen Lehrer, der uns zuruft: du bist angewiesen zur Erkenntniß! (N!N^? beauftragt, die beilige Schrift mit dem Lichte des Geistes zn beleuchten und nur so, wenn wir den Buchstaben mit dem Geiste durchdringen. wird er lebendig für uns, feiert er seine Auferstehung in unserem Herzen, und die Bibe! steht wieder blühend vor uns da in neuverjüngter Herrlichkeit. — Lasset uns nun zu unserem Wege zurückkehren, nachzuweisen, wie auch in unserer jetzigen Neligionsgemeinde und in der Menschheit der Gedanke der Auferstehung, wie wir ihn auffassen, seine Bewahrheitung findet. 2) Die Hoffnung der Erneuerung und Verjüngung Israels durch Gott beseele uns auch jetzt in der Religionsgemeind e. Auch hier macht sich unsere dreifache Unterscheidung geltend. Wir sehen die Glieder unserer Religionsgesammtheit weit über daS Erdenthal hin wie getrennte Gebeine zerstreut; wir sehen in den einzelnen Religionsgemeinden Zersplitterung, Zerrüttung, Auflösung, Tod; lvii^ sehen so viele unserer Angehörigen aus Gebräuche im Leben halten, in deuen das Leben erstorben und vertrocknet ist; wir seheu dann wieder in se vielen Anderen jede Theilnahme für Religion und Juventhum erloschen, erstorben, wie schon unsere Weisen sagen: niL^'N NIQ^'N „dievertrock - neten Gebeine," N'N^N'd.OlwONI 17^ daS sind diejenigen, in deneu jeder Saft des reli* giösen Lebens eingetrocknet ist. (Saniledrin 92, 2.) Ueberblicken wir diesen traurigen Zustand im gegenwärtigen Israel, dann rufen wir bekümmert aus: „werden diese Gebeine ausleben?" und die Verzweiflung antwortet: „vertrocknet unser Gebeine; verloren unsere Hofnung; es ist aus mit uns!" Dock dqS gläubige Gemüth erholt sich wieder; dieses ErlösungS- und Frühlingsfest, dieses Fest der Auferstehung spendet seinen Trost. Der Sturm der Zeit wird erweckend auch über Israel hinstreichen, und unsere in den Winterschlaf des Aberglaubens und unsere in den Todesschlaf des Unglaubens Versunkenen

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