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Der israelitische Volkslehrer · 1851-04-01 · Heft 4 (April 1851) · page 19

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
1 (1851)
Issue
Heft 4 (April 1851)
Date
1851-04-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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Bo» der Auferstehung. Gleichniß, nichts Anders; dieselbe Hoffnung auf Erneuerung Israels durch Gott, nur verschieden dargestellt.*) Gewiß, meine Freunde, diese unsere Auffassung des Propheten ist eine natur- und vernunftgemäße, während die Annahme, daß er eine wirkliche Auferstehung lehren wolle, daß ausser der Verjüngung des Menschengeistes auf höherer Daseinsstufe, und ausser der Menschheitsverjüngung in der messiam'schen Zeit, die Zukunft noch ein Drittes berge, nämlich ein wirkliches Aufleben der Todten auf dieser Erde, Natur und Vernunft gegen sich hat, indem auf Erden nicht einmal der Raum denkbar wäre zur Aufnahme aller Wiederbelebten. Ferner: sollten wir annehmen, die Neubelebten stürben nicht wieder, unv es gäbe dann keinen Tod mehr hienieden, so müßte aus dieser Weltverjüngung bald ein Veralten und Verwelken der Welt entstehen, denn nur durch den Tod erneuert sich fortwährend die Schöpfung, wie es heißt (Ps. 104. 29.30): Du ziehest ihren Geist ein, sie vergehen und kehren zu ihrem Staube zurück, du sendest deinen Geist aus, sie entstehen wieder; so erneuerst du das Antlitz der Erde; und wie ein Lehrer des Talmuds ein großes Wort ausspricht: „und siehe, es war sehr gut", das ist der Tod! Denn nur durch den Wechsel von Werden und Vergehen, bleibt die Welt in ihrer ursprünglichen Herrlichkeit. Oder sollten wie annehmen , die auf Erden vom Grabe Erweckten stürben wieder, und es gehe sodann die Weltordnung wieder ihren gewöhnlichen Gang? Dann wäre in der That nicht abzusehen, wozu der Herr jenes außerordentliche Werk vollführte, um verstorbenen Sterblichen den noch weit größeren Schmerz eines zweimaligen Sterbens zu bereiten! Das Alles ist undenkbar, und unendlichen Dank sind wir daher dem ersten aller Propheten schuldig, und in seiner ganzen Größe erscheint uns auch hier unser unvergleichlicher Lehrer Moses, daß er den Schleier vor ") In manchen Gemeinden besteht der Brauch, die Haftara von v»'NN^ O"1N557 1'7N Zu lesen. Vielleicht wollten die Anordne? dieses Gebrauches varauf hinweisen, daß die beiden Gleichnisse, von der Auferstehung und den Stäben, eins unv dasselbe bedeuten, die Erhebung Israels im Gefühle seiner Zusammengehörigkeit und Einheit durch Gott. S*

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