Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 1 (1851)
- Issue
- Heft 4 (April 1851)
- Date
- 1851-04-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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so So« »er Auferstehaag. dieses vorhersagend, ruft ihnen zu: und ihr sollt erkennen, daß ich der Ewige, wenn ich öffne euere Gräber und euch emporsteigen lasse aus eueren Grätern, «ei« Volk! Die zersplitterte Vielheit wird zurErtenntniß der Einheit gelangen und neu aufleben. Denn ein Volk, dessen einzelne Theile das Gefühl ihrer Zusammengehörigkeit verloren, das verfällt der Auflösung, dem Tode anHeim. Sowie aber die Theile wieder zum Gefühle ihrer Einheit kommen, dann ist wieder nationales Leben vorhanden; neu pulsirt es durch alle Glieder des verjüngten Volksganzen, und das ist die Auferstehung des Volkskörpers. Daß der Prophet diese und keine andere gemeint habe, geht klar daraus hervor, daß er im nächsten Verse spricht: „meinen Geist aber will ich geben in euch," während er in dem angeführten, vorausgehenden Verse schon von einem Erkennen redet. Müßten wir hier eine wirkliche Auferstehung der Todten annehmen, so wäre ein Erkennen, bevor der Geist vorhanden, nicht denkbar. Nach unserer Erklärung aber hält der Prophet bei seiner Auslegung: „diese Gebeine bedeuten das ganze Haus Israel," genau und in derselben Reihenfolge die drei Entwickelungsstufen ein, wie er sie in der prophetischen Anschauung (NdNAN NdNOI) vorher unterschieden hatte. Zuerst: Die zerstreueten Gebeine um Auflösung der Nation; dann: Neubildung des Körpers nn erneuertes Nationalleben; endlich: Eingebung des Geistes m erwachter Nationalge ist. In diesem natürlichen Sinne aufgefaßt, fügen fich unserem wichtigen Abschnitte der Vorhergehende und nachfolgende naturgemäß an; der Vorhergehende, wo es bildlich heißt (36, SS): und ich gebe euch ein neues Herz und einen neuen Geist will ich geben in euch; ich will nämlich daS steinerne Herz aus euerem Körper nehmen und euch geben ein Herz von Fleisch; und der nachfolgende, wo der Prophet die verfeindeten Stämme unter einem anderen Bilde, von getrennten und wieder verbundenen Stäben, zum Gefühle ihrer Einheit durch Gott kommen läßt: -und sie sollen eins werden in meiner Hand" (37, 19.) Dort wie hier, in den drei aufeinander folgenden Reden, Bild,