Mannheim
Compact Memory

Der israelitische Volkslehrer · 1851-03-01 · Heft 3 (März 1851) · page 22

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
1 (1851)
Issue
Heft 3 (März 1851)
Date
1851-03-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/3129675-3129676-3129680--0078-3130215
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

70 dem Herzen wie auS einem lebendigen Sprmgbrmmen zum Munde emporquillt sondern Wörter sind's, die aus dem Gedächtnisse Wie in einer Mühle auf die Zunge niederfallen; der Betende muß den Mund recht voll nehmen, um nur damit fertig zu werden, welche Eile besonders zur unverzeihlichsten Eilfertigkeit wird, wenn der in die Synagoge Eintretende den Vorbeter schon weit voraus findet, uud es nun gilt, denselben einzuholen, ohne eines der zahlreichen Äebete zu vernachlässigen, so daß es wenigstens mit der Zunge berührt werde. Hier that Abhülfe dringend Noth. Wir haben deßhalb den Morgengottesdienst bedeutend gekürzt, das Belassene aber fast durchgehend zum Rezitiren zwischen Vorbeter und Gemeinde eingerichtet. Wir wissen, wie viel, wie sehr viel noch zur Vollendung fehlt, aber wir wissen auch, daß wir einen tüchtigen Schritt vorwärts aethan, ohne die versöhnliche Rücksicht auf die Anhänger des Bestehenden bei Seite gesetzt zu haben, so daß es nicht unsere sondern ihre Schuld ist, wenn sie Dieses nicht einsehen. — , ^. ., Die betreffende Ordnung ist folgende: ,^6va 0!sm" (Herr der Welt) mit allen daraus folgenden »Segenssprüchen"? bis ^VsjeäAdde^-. Wir wissen, daß auch dies ein unnöthiger ' . ' Bestandteil des öffentlichen ßultuS ist und nach Maimonides >! undanderen Lehrern der Vorzeit eigentlich der HanSandacht angehört Doch find diese Benediktionen so schön, und ist es 7 den zum Beginne des Gottesdienstes Anwesenden so zur frommen Gewohnheit worden, sie anzuhören und mit „Amen" zu beantworten, daß wir hier dem Gebrauche nicht gerne entge- U - gentreten mochten. — NL^5 55^5? fällt weg; statt - ^22 d5^V wird gebetet Der talmudische Abschnitt vom Opserkultus fällt weg.-- „varucd scbesmar" (gelobt sei, der da sprach, und die Welt entstand); von Borb. und Gemeinte abwechselnd reziiirt bis daruek 8vneml>. , Boa vArueo attAU bis b^tti5«-nd»edntn Vorbeter allein. — Noäu :c. fällt weg.?e»u!i« äesimr» (Lobgebete aus der heil. Schrift); diese bestehen aus folgenden, von Borbeter uud Gemeinde, VerS um VerS rezitirten fiebe» Psalmen:!S. l3S, l36. 33. 145 ('1^1, 1^8^ . - AAy----Hierauf: ^vvucu ^«lam»i leolam (gelobt sei der Herr i» Ewigkeit), bis ^mev Veamsu. — Alles Dazwischen!!?- u geude. sowie fällt weg. — Die hier ausfallenden "! i; Stelleu werden am Neujahr uud VersühnungStag, wo die u heilige Sitte ei» längeres Verweilen im Gotteshause erheischt, rezitki; für die übrige» Feiertage fiud fle »ach dem schöne»

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.