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Der israelitische Volkslehrer · 1851-03-01 · Heft 3 (März 1851) · page 7

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
1 (1851)
Issue
Heft 3 (März 1851)
Date
1851-03-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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der Berschonung. öS lindert die Seilen und erhöhet die Freuden, belebet den Tod und heiligt das Leben. Denn wie Gott einst sein Volk verschonte, so ist seine Liebe über alle- Menschen ausgebreitet. Denke deinem Leben nach, und du wirst die Beweise der göttlichen Führung nicht erst in der Geschichte der Völker und Israels suchen müssen, sondern deine eigene Geschichte wird dir die von der Vorsehung zum Gewebe deines Schicksals hin und wieder gezogenen Fäden klar legen; und so erweist sich dieses Frühlings- und Errettungsfest als ein „ Fest der Verschonung", anregend für den Einzelnen durch Erinnerung. Und auch 2. Durch Ermahnung. — Opn IIPN Als Israel vernahm, wie väterlich es Gott verschonen wolle, da neigte sich das Volk und fiel zum Anbeten nieder. O-du, von Gottes Gnade Verschonter, beuge dich vor dem Herrn! Verehre seine Huld! Fühle dich am Feste, beim Ueberblick deiner Vergangenheit, deinem himmlischen Verschonet innig verpflichtet! Und hat dich Gott aus drohender Krankheit erlöst und gerettet von dem Tode, so bleibe ihm den Dank nicht schuldig; nimm dir vor, dein Leben Gott zu weihen, nach seinem erhabenen Willen es zu nützen, zu deiner Seele Vervollkommnung, zu deines Herzens Veredlung, zu deiner Mitmenschen Beglückung, und ruf' heute mit dem Geretteten im Hallel aus: „Erschließet mir der Tugend Pforten, Ich trete ein und lob' den Herrn!" Durch den Eingang in die Pforten eines tadellosen Lebens, lobe der Genesene seinen himmlischen Retter. — Und warst du etwa selbst Schuld an deinen Leiden, durch Unmaßkgkeit, durch willkürliches Ueberspringen und Niedertreten der Mauern und Zaune der Sittlichkeit, so nimm dir heute am Verschonungsfeste, am Tage, da Gott die Gemeinde Israel zu leiblicher und geistiger Freiheit erlöste, daß sie ihm sei „ein Reich von Priestern und ein heilig Volk", heute nimm dir vor, zu schonen dein Leben, zu schirmen daS Haus deiner Seele, damit nicht der Engel deS Verderbens bei dir einkehre. Und die Leiden, welche Gott dir gesendet, erkenne sie am Freiheitsfeste als Läuterungsmittel an, dich von der Sünde Knecht-

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