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Der israelitische Volkslehrer · 1851-03-01 · Heft 3 (März 1851) · page 8

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
1 (1851)
Issue
Heft 3 (März 1851)
Date
1851-03-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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56 Das Fest schast ftei zu machen. Wie unsere Weisen sagen (^aUmt, Ps. it8): ^wenn der heidnische Sklave zu seiner leiblichen Freiheit kam, durch die Verwundung, die sein Herr ihm beibrachte, um wie viel mehr soll ein Jsraelite zu seiner sittlichen Freiheit gelangen, durch die Leiden, welche sein himmlischer Vater ihm zufügt!" Darum, wenn Gott dich Hennsucht, so lobpreise seine Güte und bete heute froh mit uns: »Ich dank' dir, daß du mich gezüchtigt; DaS wurde mir zum Heil!« — Und hat ein Unglück über deinem Hause geschwebt, und Gott hat es gnädig abgewendet, so vergiß nicht des Winters in den Tagen des Frühlings! Auch im Glücke bleibe dein Herz Gott zugewendet. Nicht bloß der Regen der Schmerzensthränen^ der Thau der Freudenthränen erquicke dein Herz, daß es nicht eintrockne vor Gott. Und hat dich der Ewige mit Reichthum gesegnet, so frage dich am Feste, wenn du dich vor dem himmlischen Geber deiner Güter freuest: warum mir dieses Alles? bin ich denn besser als mein armer Bruder? warum mußte er im Winter entbehren, während ich Ueberfluß hatte? warum mußten Tausende hungern, frieren, am Notwendigsten Mangel leioen, während ich für so viel Unnöthiges reiche Summen verausgabte? Und schäme dich vor Gott, wenn du im Winter, oder auf das Fest, den Armen n/cht wohlgethan, und nimm dir vor, soweit es in deiner Macht steht, das große Mißverhältniß zwischen vir und den Notleidenden durch edle Werke auszugleichen. Thust du es nicht, dann bestiehlst du Gott, und man mag dir und deinesgleichen zurufen: Der Raub des Armen liegt in eueren Häusern. (Jes. 3, 14). Darum fühle dich heute von deiner großen Verpflichtung gegen Gott und Menschen heilig und tief durchdrungen, wenn du im Halle! mit unS betest: V^VVN --Die Himmel find des Ew'gen Himmel, Die Erde.gab er den Menschenkindern!" Denn weit und klar, wie der blaue Frühlingshimmel, ist Gottes unendliche Vatergüte, und Er will, daß die Erde allen seinen «indern gehöre, jedes am Lebensfeste seinen Antheil habe. Wie kann Das aber sein, wenn die Reichen und Mächtigen die Erde

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