Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 1 (1851)
- Issue
- Heft 3 (März 1851)
- Date
- 1851-03-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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so Das Fest k'ugsfeste es wieder hervorlangte, um dann zu erscheinen vor Gott! Wie freuet sich unser Auge des herrlichen Anblicks! Wie froh athmet die Brust, belebt von dem erweckenden Hauche, welcher die Schöpfung durchweht! Unsere Freude aber sucht einen höheren Ausdruck; die wonnigen Gefühle, welche unsere Seele erfüllen, verlangen nach einer heiligen Weihe; der Blick, mit Entzücken auf die mannichfaltigen Erscheinungen der Natur gerichtet, begehrt einen Mittelpunkt für seine zerstreuende Anschauung; und Das bietet uns am Feste die Religion, welche unsere Freude zur Seligkeit, unsere Gefühle zur Andacht, unsere Naturanschauung zur heiligen Betrachtung steigert und unseren Blicken die wohlthuende Sammlung gewährt, durch das Aufschauen zu Gott! — Und so treten uns an diesem Feste auch die bunten Erscheinungen auf dem Felde der Geschichte durch Gottes Fügung und Waltung in ihrer höheren Einheit entgegen. Es lebt ein Gott, ruft uns der heutige Tag zu, der die Welt regiert in Gerechtigkeit und Güte; er stärkt die Schwachen, schwächt die Starken, beugt der Tyrannen Uebennacht und nimmt sich in seiner ewigen Huld und Gnade der Verfolgten und Bedrückten an. Von der Natur, die uns ihre Zeugnisse von Gottes unendliche Größe fo^ nahe legt, wendet sich der Blick auf die Schicksale der Völker und Israels insbesondere, und in ferne Jahrhunderte hin und zurück versetzt sich der Geist, um Gottes Führung zu bewundern und zu lobpreisen; denn im Ramne, wie in der Zeit offenbart sich Gott als der Allwaltende, Ewigfürsorgende. — Und darum legt auch GotteS L-chre auf die Feier des heutigen Festes einen so großen Nachdruck, ::no wird der Auszug aus Aegypten in allen unseren Gebeten als ein so hochwichtiges Ereigniß gefeiert, weil die beiden höchsten Güter der Menschheit, Freiheit von Menschenzwang und Erlösung aus GeisteSdruck, von jener Zeit an die Jahre ihrer glorreichen Geschichte zählen; nv'v' v'v'v TNZNV^ nmn NPNN Tide nivLN und du sollst bewahren diese Satzung zu ihrer Zeit von Jahr zu Jahr! (2. D. M. 13, 10.) —