Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 1 (1851)
- Issue
- Heft 3 (März 1851)
- Date
- 1851-03-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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9. Predigt. Das Fest der Verschonung. <!>S8ttvI».) (Frühlingspredigt.) (Gehalten in der Hauptsynagoge zu Frankftrrt a. M., am ersten Tage des PesachfefteS 5606 1846.) Der du über Wolkeuhöhen thronest u^d das Meuschenherz zu Deinem Wohafitze erkoren hast , Ewiger, unser Gott, den die Sonne lobt am Tage und der Mond in der Sterne Geleit in stiller Nacht; den der Baum lobt durch seine Blüthe, und die Blumen durch ihren Dust, und der Vogel durch seinen jubelnden Gesang: Dich lobt auch meine Seele neugekrästigt am Feste uad spricht. Dank Dir, Ewiger, unser Gott, daß Du uns hast ueubelebt und erhalten und erreichen lassen diese Zeit! —O bestätige uns ferner vor deinem Angesichte, erhalte uns und die Unserigen in Kraft und in dauerndem Segen; breite über Israel und über die Menschheit die Decke Deines Friedens aus, und g:b, daß die aus dem Gebiete des Geistes neuerwachte SchöpfungSkrast aus deQ Winter einen neuen Frühling, ans der Zerstörung ein neues Leben hervorrufe, daß unsere Augen es schaues und sich freuen mögen. Amen. TH.Zuh.! Geliebte Brüder und Schwestern! Seid mir gegrüßet zu dem schönen, herrlichen Feste, das im Lause der Tage wieder zu uns gekommen! Natur, Geschichte und Gottes Lehre vereinigen sich, ihm hohe Bedeutung zu geben. Des Winters unfreundliche Tage sind vorüber, der Frühling in tausendfachem Glänze ist über die Erde ausgebreitet. Tritt uns nicht die Natur, wie zum Feste geschmückt, in ihrem schönsten Feiertagskleide entgegen? Mit dem Herbstfesie hatte sie's abgelegt, hinter Thor und Riegel hielt sie's im Winter verschlossen, bis sie zum Friih- S .