Mannheim
Compact Memory

Der israelitische Volkslehrer · 1851-02-01 · Heft 2 (Februar 1851) · page 16

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
1 (1851)
Issue
Heft 2 (Februar 1851)
Date
1851-02-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/3129675-3129676-3129679--0047-3130183
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

, /- ' , - , -. > ^49 Ehre «ud Sriedev. ist versunken und verschollen, und nimmer kehrt sie wieder! Sondem jene Theokratie der Zukunft, wie sie die geistig herangereifte Menschheit verlangt, daß Gott herrsche in Allem, in allem Thun der Menschen Ihm die Ehre gegeben werde, daß das Göttliche, Alles, was den Menschen erhebt und veredelt, zur Herrschast kommen den» wo wir, im Menschen und in der Menschheit, dem Höheren dienen, da dienen wir dem Höchsten, dem Urbilde aller Wahrheit und Güte! — Israeliten, solche Gottesverehrung wenn in unserem Gotteshause durch das Wort, und drausscn im Leben durch die That von uns gelehrt und verkündigt wird: dann wird Gott dieses Haus erfüllen mit Ehre; dann wird die urkraftige Mofeslehre. die nur der zeitlichen Hülle entkleidet werden darf, um in ihrer allgemeinen menschheitlichen Bedeutung erkannt und gepriesen zu werden, der allgemeinen Anerkennung nicht ermangeln; und indem die Völker der Lehre des einzigen Gottes die Ehre geben, werden sie in ihr den Frieden finden; der so unheilvolle Streit zwischen den bürgerlichen und religiösen Dingen Wird sich, wie »n einem wahrhaft frommen Menschen der Streit zwischen Leib und Seele, in Harmonie und zur Einheit ausgleichen. Dann wird der Ewige König sein über die ganze Erde; nntt IVN'» INN " N'N' mnn an jenem Tage wird der Ewige einzig sein und sein Namen: Einziger (Zachar. 14,9.) Ja, m. Z., darin müssen wir die wahre und einzige Ehre des Judenthums suchen, daß in unserer ebenso vernünftigen wie einfachen Gotteslehre die Verheißung und Bürgschaft liege zum Frieden der Welt, zur Einigung des Menschengeschlechts. Blicket hinaus in daS unendliche Reich der Natur; sehet der Gestirne zahlloses Heer die ewige Bahn des Lichtes wandeln: welche Harmonie! welcher Frieden! Alle finden ihre Einheit in Gott - " -Herr der Heerschaaren ist sein Namen!" Blicket dann aber herein in die Menschenwelt, wo doch der Geist Gottes in selbstbewußten, von dem Ewigen mit Ehre gekrönten Wesen

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.