Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 1 (1851)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1851)
- Date
- 1851-02-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Y^ Md Frieds .« 4t herrschen und sich bewähren sollte — welcher Unfrieden 5 welcher Mangel an Harmonie! Volk gegen Volk in Krieg! Religion gegen Religion in Streit! und letzteres — o Menschenthorheit! — Gott zu Ehren! — Aus Liebe zu Gott - die Menschen hassen! um dem Bater näher zu kommen - die Brüder verfolgen! welche Verkehrtheit! — Das kann, das darf in der Menschheit nicht immer so bleiben! Die Religionen waren es bisher, welche die Menschen entzweiten; die Religion aber — der heilige Urgedanke, der allen zu Grunde liegt, vas einigende Band, welches sich mitten durch alle unverkennbar hindurchzieht — die Religion verbindet die Menschen- Diese Religion der Religionen — o könnte ich ihr ein Lied der Lieder anstimmen, das die Menschheit hörte! — sie muß in allen Bekenntnissen mehr und mehr durchdringen und hervortreten. Denn es geht vom Menschenherzen ein doppelt heiliges Band aus, das es droben mit Gott und hiniedev mit der Welt innigst verbindet. Dieses Band heißt Religion. Wenn die Religion dich nur mit diesem und jenem Menschen, nur mit diesem und jenem Volke verbindet, dann ist es nicht die wahre Religion; denn Religion heißt Allverbinderin! — Ein Gott und Eine Menschheit — welch ein beglückender, welch ein einfacher Gedanke, und die Menschheit bevarf Jahrtausende, um ihn zu verwirklichen! Aber durchdringen wird er, dieser messianische Gedanke, ja, das wird er! Die Nebel werden schwinden; die Sonne triumphirt! — Sehet sie nur einmal die Nebel am Morgen, die Geburten der Nacht, wie sie zwischen Menschen und Menschen sich stellen, daß du auf zehn Schritte deinen Freund nicht erkennest, mit ihm zusammenstoßest! Da bricht die Sonne siegreich durch! Bewegung und Überstürzung in den Nebeln! bis die Sonne sie alle hinweggeleuchtet, und das tiefste Thal ihres Strahles Doll wird! — Die Nebel sind die Vorn rth eile; sie lagern sich zwischen uns, daß der Mensch im Menschen den Menschen verkennt; die Sonne aber ist die Wahrheit, die aufklärende; sie zerreist den Dunstschleier in den Höhen; ONNN 'VdN itt-ü da werden sie zuerst sichtbar die Spitzen der Berge, daS sind die höher stehenden Menschen, 4