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Der israelitische Volkslehrer · 1851-02-01 · Heft 2 (Februar 1851) · page 9

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
1 (1851)
Issue
Heft 2 (Februar 1851)
Date
1851-02-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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str'S tSgttche Brod. SS alles Gold und Silber — ja, das ist er ihnen; aber auch ein Borbild zu allem Guten? Das den Wenigsten! — Und wenn sie zittern vor Gott, wovor zittern sie? vordem Verluste ihres GoldeS! Und wenn sie beten zu Gott, um was beten sie? um die Vermehrung ihres Goldes! Und daSwäre der ganze Mensch? — — V^-n 0222^ iv'w O lenket das Herz auf euere Wege! Strebet nach dem wahren Ziele des Lebens! Sammelt in ein Gefäß, das nicht zerbrechlich, sondern gemacht ist für ewige Dauer, seines Inhaltes mächtig! Danket Gott für die einfachen Gaben des Lebens, für Brod, Kleidung und Obdach, fühlet euch irdisch beglückt durch diese, damit euere Seele Zeit erübrige, an ihre Heiligung, an ihre Veredlung, an ihre Vervollkommnung, an ihr ewiges Heil zu denken. Und steht ihr in Gottes Hause, so lasset euer Herz von irdischen Wünschen nicht ganz erfüllt sein. Entwürdiget nicht Gottes Haus, entweihet nicht euere Seele, entheiliget nicht das Gebet, indem ihr dieses machet zu einem durchbrochenen Gefäße der Unzufriedenheit, indem ihr auch vor Gott nur auf Vermehrung der irdischen Güter den höher hinauf wollenden Sinn richtet! Wollet ihr^'n der ThaL höher hinauf, o so strebet nach Dem^ was wahrhaft erhebend, was groß und gut ist! In der That, es gibt andere, bessere Höhen als die unfruchtbaren Eisberge des Reichthums! Jene Höhen klimmet hinan, die Höhen der Tugend, die Höhen der Religion, die segensvollen Höhen Gottes und der Menschheit! Es sind das gemeinsame Höhen, bewachsen mit den edelsten Bäumen, zum Hochgenüsse für Alle, für den Armen, wie für den Reichen! N'2N VN'N, INN Steiget hinan zu jenen Höhen, bringet Bäume und bauet euer Leben aus zu einem Heiligthume des Höchsten, Nlvtt 12woran ich Gefallen habe, und wodurch ich verehrt werde, spricht der Ewige! — Mögen gefahrdrohende Zeiten euch zur Genügsamkeit führen! Mögen sie euer Herz öffnen der Einsicht, daß der Mensch zu etwas Besserem da sei, als zu sein ein durchlöcherter Geldsack,

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