Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 1 (1851)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1851)
- Date
- 1851-02-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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82 Der Dank sich'S absparen lernen, um es ärmeren Kindern zu geben, und du wirst sein wie ein wohlgenährter Garten, und wie eine Wasferquelle, deren Wasser niemals täuschet! (Jesai.58, lt.) Darum strebe nicht, ein Silber-Gletscher zu sein, mit ewigem Eise bedeckt, begnüge dich, ein Berg, ein Hügel zu sein, bewachsen bis zur Spitze, gepflanzt in die Mitte deiner Brüder zum Wohlthun.verwandt dem Thale, und in dasselbe deine Quellen ergießend. Die Möglichkeit eigenen Mangels näher vor Augen sehend, wirst du stets ein Herz haben für die Leiden deiner Brüder; G ott dankend für das tägliche zBrod, wirst du den Schicksalen deiner Mitmenschen die hülfreiche Hand in Freuden bieten. ' IV. Endlich den Urheber aller irdischen Schicksale stets im dankbaren Herzen tragend, wirst du das hohe Ziel des Lebens nie aus dem Auge verlieren. Das ist das Heilsamste nnd Höchste. Wir begaben uns vorhin aus unserem Hause teilnehmend in das Haus unseres armen Mitbruders, von hier hinweg begeben wir uns zusammen anbetend in das Haus unseres Gottes; in seinem Tempel spricht Alles Majestät! Hier kommt das ungestüme Herz zur Ruhe; hier wird der Zweck unseres Lebens klar der befriedigten Seele. — Denn der Zweck des Lebens, er wird draußen im Treiben deS unbefriedigenden Weltlebens Wenigen klar. Das ganze Sein und Schaffen, Weben und Walten der meisten Menschen dreht sich ja gewöhnlich um die niedrigsten Genüsse, um den gemeinsten Erwerb; 2155 «ONVv -unwvm das ganze Erdenleben ist bei denMeisten ein durchbrochenes Gefäß, unausfüllbar mit irdischem Gute, leer an geistigem Gehalt. — Was ist Gott den meisten Israeliten? ein Herr über