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Der israelitische Volkslehrer · 1851-02-01 · Heft 2 (Februar 1851) · page 3

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
1 (1851)
Issue
Heft 2 (Februar 1851)
Date
1851-02-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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fur'S tägliche Brod., im vorigen Jahre noch (i847) drang der Nothschrei einer verhungernden deutschen Landschaft in unser Ohr, daß unser Herz heute noch davon erzittert; hätte uns die Gute Gottes nicht neuen Segen vom Himmel angedeihen lassen, in welche entsetzliche Noth hätte uns eine zweite Mißernte versetzt? Wen von uns sollte nun nicht mit dankbarem Aufblicke zu Gott, nicht mit liebendem Hinblick auf die leidende Menschheit seinen Kindexn das Brod brechen? und wenn wir ihn aussprechen täglich , den Dank für's tägliche Brod, und beten an unserem liebebeglückten und gesegneten Tisch: gelobt seiest Du, Ewiger, unser Gott, Herr der ganzen Welt, derDu das Brod aus der Erde förderst — sollten wir da in solcher Zeit nicht durchdrungen werden von dem Gedanken: „auf diese köstliche Gabe haben einen Anspruch Alle, welche mit uns die Erde bewohnen, und ich muß daher theilen mein Stück Brod mit Dem, der keines hat, und wenn mir auch nur ein Stückchen bliebe?" — Sehet, auf diesen Punkt wollte ich eure Gedanken führen; OZ'I'N?p / „lenket euer Herz auf euere Wege!" Das ist des Propheten Wort, worauf ich mein heutiges Wort stütze, und: - wie heilsant es sei, wenn wir Gott für unser tägliches Brod danken, das sei der Gegenstand nnserer heutigen Betrachtung. Ich werde nämlich zeigen, daß, wenn wir uns gewöhnen, Gott für unser tägliches Brod zu danken, wir 1) wegen unseres eigenen Schicksals nie verzweifeln, 2) wegen des Schicksals unserer Kinder nie verzagen, 3) den Schicksalen unserer Mitmenschen eine hülfreiche Hand widmen, und 4) das Ziel, welches der Lenker unserer Schicksale uns vorhält, nie auS den Augen verlieren werden. Mit den niedrigen Dingen anfangend, und bis zu den höchsten Dingen meine Rede steigernd, werde ich also jenen wichtigen Satz zu beweisen suchen. Euere Aufmerksamkeit möge mir Zu Theile werden, und Gottes Beistand wolle mich unterstützen! - - s* V V '

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