Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 1 (1851)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1851)
- Date
- 1851-02-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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sten und schätzbarsten seien, welche die himmlische Güte und Weisheit.zu Genvingütern bestimmt hat, daß Alle daran sick erquicken, daß Alle daran vor dem Angesichte desselben Gottes und Weltenvaters ihren Antheil haben. Das Licht, das unser Auge beglückt, ist ausgegossen über die weite Welt, daß alle Weltenbewohner in seinem göttlichen Strom ihre Seelen baden; die Gesundheit des leiblichen Lebens ist eine gesegnete Quelle, die aus ^>em Urborne der schaffenden Allmacht durch die er« schaffenen Wesen in taufend und aber tausend Kanälen quillt, daß Alles neuerfrischt des Daseins sich freuen möge. Und so ist es auch der Wille des ewigen Fürsorgers,- daß hinieden allem Lebenden von der Mutter Erde die genügende Nahrung, das tägliche Brod gereicht werde, diese himmlische Eottesgabe, deren Köstlichkeit unsere sel. Weisen durch einen eigenen Dankspruch?Q llN^? tt'NON) ausgezeichnet haben, und deren hohen Werth, wie den Werth aller jener allgemeinen Güter, wir erst dann recht tief empfinden, wenn wir ihrer beraubt, oder nur von deren Verluste bedrohet werden. — Von diesem Verluste waren wir jüngst selbst bedroht, th. Fr. und Zuh.l Im vorletzten Jahre (1846) traf uns eine Mißernte, deren bittere Folgen von nachhaltiger Wirkung waren; dabei den Geist und die Tendenz dieser Monatsschrift klar und entschieden aussprechend, so bieten wir heute einen Vortrag, welcher, die Streitfragen bei Seite lassend, religiös-sittliche Gedanken und Gefühle, wie sie uns Allen zu gemeinsamer Nahrung dienen sollen, anregen und unterstützen will. Denn es ist Das mit ein vorzügliches Augenmerk bei dieser homiletischen Zeitschrist; wir wollen nämlich wohl einerseits anregen, daß das Veraltete beseitigt, doch anderseits nicht minder bewirte», daß Das, was nie altert, was ewig jung ist. das Gute, Schöne und Wahre, was aus der geläuterten Quelle der Religion so urträftig belebend hervorquillt, in seiner ewigen Berechtigung auch anerkannt und verehrt werde. — Zugleich bemerken wir, daß diese Predigt sor drei Jahren, zunächst vsr dem Ausbruche der große» Weltbewegung, abgehakte» wurde. Unsere geneigten Leser werden uns, hoffen wir, nicht ohne Interesse in jene Zeit zurück folgen; denn welcher Richtung und Meinung wir immer angehören, vergessen dürfen wir die große Zeit nicht, die Gott an «uS vorübergeführt; der dankbare ISraelite am wenigsten.