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Der israelitische Volkslehrer · 1851-02-01 · Heft 2 (Februar 1851) · page 4

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
1 (1851)
Issue
Heft 2 (Februar 1851)
Date
1851-02-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Dn Dank Th. A, Wie heilsam es sei, wenn wir Gott für unser tägliches Brod danken, zeigt sich schon dadurch, daß wir dann nicht verzweifeln, wenn unser Schick- —fa4 frch nicht nach unfern Wünschen gestaltet. Denn die meisten Menschen wissen in der That das tägliche Brod nicht zu schätzen; zum ruhigen Genuß der einfachen Lebensgüter gelangen sie selten; den Blick zu den glänzenden Höhen des irdischen Reichthums gerichtet, beachten sie nicht das Glück, was auf ihrem Wege liegt. V22lö 'Q'w „Lenket -Uer Herz auf euere Wege!" ruft ihnen der himmlische Vater zu; „genießet mit Dank das Brod, das ich euch geschenkt! Die Höhen des Reichthums, Gletscher sin^s, Frost und^ e^ Kälte wohnen daselbst; strebt nicht hinan zu jenen einsamen Höhen!" Umsonst dieser väterliche Zuruf! Sie beachten nicht, was ihnen Gutes zu Füßen liegt. „Empor! empor!" ist die stürmische Losung; „und wer verdient, verdient für ein durchbrochenes Gefäß;" ihre Bedürfnisse sind zu groß, ihre Wünsche unersättlich. Da legt das Schicksal den Hinanklimmende nSteine des Unst^ße^ wieder ertönt der Ruf: O222^> Iv'p „lenketeuerHerzauf euere Wege!" Wieder umsonst! Wer läßt in unserer Zeit von Gottes Fügungen sich noch belehren? i'nttI V'd« 1^21 Doch auf einmal fällt Einer durch den Andern; -MV?M fie fallen, und Niemand hilft!*) Da ergreift Verzweiflung das Herz; und kann man nicht zur Höhe gelangen, so stürzt man sich in den Abgrund, und an sich selbst zuweilen legt der Trostlose die frevelhafte Hand! — O schauerliche Vorfälle, o schreckliche Zeiten! — Und die Schuld trägt allein ljene unersättliche Begier nach Reichthümern!— Darum versäume es nicht, tagtäglich Gott für das Brod zu danken, das er dir bescheert. Das wird dich vor Verzweiflung bewahren, wenn dein Schicksal sich nicht nach deinen Wünschen gestaltet. Mühe dich nicht ab, reich zu »1 s. B. 25, 37. — Ps. 107, 12.

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