Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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Kemit te. vou Oppel. Städt-Adler in direkter Linie von dem ägyptischen' Siegesfeier abstammen läßt. Denn die Behauptung eines solchen detaillirten Einflusses ist immer eine sehr gewagte, indem ^- um bei dem zuletzt genannten Beispiele zu bleiben — wenn man einmal ein Symbol zu wählen hat, es doch ganz nahe liegt, den Adler als Siegeszeichen zu benützen. Daß die blose Aehnlichkeit weit aus.emander liegender l^rschein^^ nicht ohne Weiteres bestimmen darf, dieselben in einen ursächlichen Zusammenhang zu setzen, dafür können wir ein schlagendes und zugleich warnendes 'Beispiel gerade aus der ägyptischen Archäologie beibringen. Das altagvptische Jahr von 365 Tagen bat nach einer Anmerkung des Verf.. (S 18). 12 Monate, jeder Monat. 3 .Wochen.- jede Woche 10 Tage.. Dazu kameu dann am. Ende ^des Jahres. 5 Schalttage. Hat ni^n diese Jahreseinthessung/ nicht die frappanteste Ähnlichkeit mit der republikanischen der Franzosen' am Ende des. vorigen Jahrhunderts? Und doch ist es sicher» haß. damals kein einziger Franzose eine Ahnung poZ dieser AehyMM hätte! / Als geradezu unrichtig müssen wir es aber bezeichnen/ wenn -der Verf. fS. 14) anWrt, daß der zur Bezeichnung schlechten Gesindels .heutzutage übliche Ausdruck: ^<Z)aS ist Kretbi und Plethi" von den Juden stamme, weil diese bereits zur Zeit Davids, in dessen Dienste standen, keine größere Beschimpfung gekannt hätten, als dew Namen dieser Häscher; indem für diese BehanptnnA auch nicht eine einzige biblische Belegsstelle :? i .7 > Endlich halten', wir es für eine Voreingenommettheit' des' Verfassers für seinen Gegenstand, wenn er (S. 83) behaupte?, daß „von einem Thkerkultus, von einer Anbetunq., von einer Vergötterung der Tbiere in der ägyptischen Rektion nir-' gends die Rede set"" Denn wenn auch zugegeben werden sol?/ daff die äMtksche Glaubenslehre nicht aus einem' Thierd/enste entstanden ist, so laßt M doch nicht leugnen, daß der Thierkultus, wenn auch als Ausartung, als Aberglaube, bestandet?' bat und ganz näwrMSß' durch die Hieroglyphenschnft verari'- laßt ward/ - '".^! > - ui.^,.^ ' ......^ ... ....j'^. ^> -^7 - kf^f.- Daß mit diesen einzelnen Ausstellungen die Tenden» .dleseS Werkchens nM herabgesetzt werden soll, versteht sich von selbst,. Wir .erkennen Vielmehr gerne, an,- daß der Verfasse^ die Auf-. gabe,. die er sich gestellt^ dem,, größern 'Theike des .Mbildeteu- Publikums einen Einblick' m. ein . ib:n bisher fast gänzlich pcr^ Mossenes. Geb.ke^.zü,e.rössve^ km Ganzen glücklich gelost hat. Möge daher ^der Aerfassxr durch Pie. gute..Aufnahme.^seines.