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Der israelitische Volkslehrer · 1860-01-01 · Heft 1 (Januar 1860) · page 16

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
9 (1860)
Issue
Heft 1 (Januar 1860)
Date
1860-01-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Kichtk »tt> Gegektckt^ <;n»eal estre rvucvulement 6^ Is eolvwdo et le marmare raü-sie^isssn^ 6es esux*).^? - < Mag sich det Herr Graf hüten, nicht mehr zu beweisen, als ihm selbst lieb ist! Unser Eins, der sich nicht einmal rühmen kann, M Mutterschooße der allein seligmachenden Kirche und in der Gemeinschaft aller Heiligen;u leben> wie Graf Montalembert, möchte das, was dem Herrn Grafen Schauder erregt, eher als einen gnädigen Wink der warnenden Vorsehung betrachten. Wenn wir in einer ambrosischen Nacht des Orientes im Alles verhüllenden Dunkel den entsetzlichen Schrei des Schakals nicht hörten und uns vom Liebesgirren der Turteltäubchen und dem Geplätscher lieblicher Quellen einschläfern ließen: was wäre wohl unser Loos! Gott selbst hat dem Raubthier, das nach unserm Blute lechzt, die entsetzliche Stimme zu unserm Heile, uns vorsichtig zu machen, verliehen. Sie ist es, die noch heute die Wölfe, im oder außer dem Schafpelz, zu heulen nöthigt, sie zwingt, die Entsetzen erregende Stimme auszustoßen, vor welcher der Graf aus eben so guten Gründen zurückdebt, als unser eins sich vorsichtig zurückzieht und sein Leben dieß- und jenseits zu retten sucht. So ertönt selbst aus dein Wolfsgeheul der Steppen noch die Stimme Gottes, als Warnungsruf für die Wehrlosen! Sie hat, aus den ehernen Schlünden der Kanonen der Engelsburg, der heiligen Stadt ihre Siegesdonner üder^ die Hugenottenmetzeleien verkündet, wie sie noch heut nach Blut und Mordbrand aus der Keble Veuillots schreit, und die Völker Europas zu Krieg und Zerstörung aufstachelt. Der Herr Graf mag sich hüten nnd das heilige Officium respectirenl Ich Kehe ihm dafür, daß seine Langmuth nicht viel weiter reicht, und dann droht ihm das Schrecklichste, was einen Sohn der Kirche treffen kann: der Bannfluch! Das bedenke *) „Man ist empört von diesen blutigen Declamatiönen, begleitet von unaufhörlichen Herausforderungen zum Kriege zwischen zwei, glücklicher- und rühmlicherweise verbündeten Nationen; zu einem Kriege, bei welchem die frcmmen Anstifter wohl wissen, daß sie die Letzten sein werden,.die seinen- Gefahren zu begegnen und seine Opfer zu tragen hätten. Und wenn sie nun mir ihrem wässerigen Inhalte die Spalten gewisser, vorzüglich dem CleruS gewidmeter und von ihm ermuthigter Blätter erfüllen; w??m ne mit ihrem Kram sich über die Erzählung von einer Erscheinung dcr heil. Jungfrau oder die Schilderung der Einweihung einer dem Gotte der Barmherzigkeit und der Liebe gewidmeten Kirche hinaus wagen, so ist für jede christliche Seele der Erfolg davon, daß die gehässigen Leidenschaften eines rückwärts strebenden Fanatismus keineswegs mit ihrem Gifte ein Gefühl schmerzlichen Unwillens durchdrungen haben, das zu den schwersten Prüfungen im Leben eines rechtschaffenen Mannes zählen mag. Man glaubt, in einer orientalischen Nacht den Schrei des Schakals neben dem Girren der Turteltaube und dem erquickenden Murmeln der Quellen zu hören." — L. S.

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