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Der israelitische Volkslehrer · 1860-01-01 · Heft 1 (Januar 1860) · page 13

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
9 (1860)
Issue
Heft 1 (Januar 1860)
Date
1860-01-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Seiche» der> Gegenwart. ist ihrzu schwer? Was wäreB. der englische Lord-Schatzmeisten waS der . Führer der Adelspartei in Preußen, wären ihre Väter Narren gewesen, wie unser eins? Herr D'israeli Sohn wäre, wenn er es weit gebracht hätte, Parnes von London und reicher Wechselmakler; Herr Stahl in Preußen ein kleiner Advokat irgend einer Provin^ialstadt! Trübselige EristenM für solche Genies! für Männer, die für die Ministerbank Altenglands, und für die Oberconfistorialbank Preußens mgeschnitten waren! — So fitzt jetzt, einzig durch das kluge Raisonnement des ehrwürdigen Ritters von der vergänglichen Gestalt über die Ehre, der Eine neben den Notabilitäten Englands; der Andre an der grünen Seite des Oberconsistorialrathes Hengstenberg, feines Busenfreundes, selbst weltberühmter Oberconsistoriakrath; Wollt ihr nun, ihr klugen Stammes-, und bisher noch Glaubensgenossen, den hohen Titel der „Klugen", der euch so bereitwillig von den Völkern, unter denen ihr in der Diaspora wohnt, wirklich verdienen, so nehmt euch jene Klugen in England und Deutschland;u Vorbildern; werft ein Joch ab, das euch niederdrückt und eure freie Bewegung hemmt! Denkt daran, was die,Ehre wirklich ist! Fragt den edlen Ritter von Falstaff: was ist euer Judenthum?'— ^worZ! ^irk — Was ist die einfach erhabne Gotteslehre? Was das heilige Erbe der Väter? ^Voräs: Warös! VVoräs? — Wie? Ich erblicke noch eine so große Gemeinde von Treuen um mich? Ihr hängt noch an dem Glauben eurer Väter, und an dem Gott Abraham's? O, ihr Thoren, ich drücke euch an mein Her; und trage euch meine ganze Seele;um Brudergruße entgegen; — denn ich bin selbst kein geringerer Tbor, als ihr selbst, und verachte jene Klugen eben so tief, als ihr sie verachtet. Ich habe andre Begriffe von den Pflichten des Vaters, seinen Kindern gegenüber, der ihr Glück durch den Ilebertritt ^ur mächtigen Partei zu machen vermeint, und es dem Zufall anHeim giebt, ob ihm dermalen einst auch die Inspiration zu Theil werde, „von der Religion seiner Väter;ur Religion seiner Kinder" überzutreten, wie sich ein Mann, der mit seiner soliden Klugheit den Glani de^ WiheS zu verbinden wußte, ausgedrückt hat. Ich halte es mit Milton, und mit seinem Bedürfnisse. Als er nach der Wiedereinsetzung der Stuart brodlos geworden war, redete ihm seine Frau, wie vormals das Weib Hiob's ihrem Manne, zu, er moge^fich doch unterwerfen; denn „sie und die beiden Töchter Kaden Bedürfnisse!" Darauf Milton: „Ich habe vor Allem nur Ein Bedürfniß, ein ehrlicher Mann zu sein!" Auch Milton wollte nicht ,u den Klugen im Lande zählen. — - Für euch nun alle , meine närrischen Mitgenossen im alten

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