Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 9 (1860)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Ättchnd delt EeKeNivitr^ tt Volke übergetreten waren und nun hohe Aemter bekleideten, selbst hochgeachtete. Prediger waren (der Herr Veit, Prediger und katholischer Priester in Wien, gebort zu diesen Ebrenmännern! 1 und straften sie Lügen. Sollte sich in gan; Frankreich Keiner finden? Kein Emuger, der, ich will nicht sagen, so viel Liebe;u dem Stamme feiner Väter, von dem er abgefallen ist, ich will nur sagen, so viel guten Sinn, so viel Wahrheits- und Rechtsgefüh! übrig behalten hat. daß er den Veuillot ^ügen strafe? Frankreich hat doch seinen Cremicur^/republikanischen Erminister, und die Brüder Ratisbonne, an deren christkatholischer Kirchlichkeit in gan; Frankreich nicht gezweifelt wird. Ist Keiner da, der Herrn Veuillot über die Gefahr, von Juden aufgefressen m «werden, mit dem Mannten Gebote der Speisegesetze beruhige? Aber nein; er kennt die Sache so gut wie der Beste; nur ist ihm keine Lüge schlecht genu^, wenn sie nur die Sache seiner Kirche befördert. Jbm iß auch das schofelste Mittel zu seinem heiligen Zwecke willkommen^ > "-^ Klug, werthgeschätzter Leser, nennen wir den — — der kein Narr ist! Wir nennen denjenigen einen Klugen, der den Geist jenes Monologcs des wohlbeleibtem gefaßt und vcnvcndcl > der dessen Marime;ur seinen erhoben hat! In einem berühmten Monologe (Heinrich V. Scene I. am Schlüsse) fragt sich selbst der feiste Mann: „Was ist Ehre? — Die Ebre'spornt mich! — Wie aber, wenn mich die Ehre wegspornt, wie dann? Kann die Ehre ein Bein ansetzen? oder einen Arm? Nein! — Kann sie das Brennen einer Wunde wegnehmen? — Nein! Ehre ist kein geschickter Wundarzt! Was ist die Ehre denn? Ein Wort! und was ein Wort? Luft!" u. s. f. Diese Grundsätze sind die Motive deS Klugen. Klopftocks Wort vom Nachruhme, als sei er „des Schweißes der Edlen Werth", ist ihnen lächerlich; ist ihnen nicht, wie jenem Dichter und Ideologen „ein großer", sondern nur ein „bloßer Gedanke". Sic sind klug, und wissen,;u areifen, was ibnen geboten wird; um einen Spottpreis, um einen wahren „Wind", um nn „Wort", um daö Wort:. Ehre, das wirklich reale Gut einzuhandeln, eine Profossur oder sonst ein Aemtchen., vielleicht gar ein Portefeuille in einem Ministerium, oder das Glück ihrer süßen Kinderchen. Was thut nicht die Elternliebe für das Wohl der Kinder? Welches Opfer! ^-1) 7? ^"-.iil^!!!' 7 .'N''!^^" -u^ il- : . *j Cremtee.r ist beksnuttich »och Jude. .! ' Ned. .-) Fallstaffi i«. ShSespeare.- ^' . : . -Äed-