Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- – (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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S2 Skundscha». de» Wauderstab ergreife«, vr. Einhorn wurde uns entzogen, in Folge 5 dessen, daß er von verschiedenen deutschen Regierungen gemaßregelt und verfolgt wurde; vr. Grünebaum wird uns entzogen in Folge des Druckes, t welchen die Thorheit der eigmen.Gemeinden auf ihn ausübt. ES kann einem Manne von Charakter unmöglich bei unS gefallen, der, wie eS jetzt leid??» - Landau der Fall ist, scinen eigenen Vorftalch, der noch dazu aus aufge-! klärten Männern besteht, im Lager der Gegner einer Synagogen-Ordnuag A»de^ die in Betreff ihrer gotteSdienstUchen. Verbesserungen - um nicht das. manchem Orthodorlep mit der Sabbathvfeife so schrecklich klingende Wort ^Reformen-' zu gebrauchen weit hinter der bereits. vor Jahrz-Huteu ein» geführten Mürtttmberger S.--O^^ unS liegen die Blätter der »Pfälzer Zeitung», und es ist eine an Narrheit gränzende Lächerlichkeit, über welches Nichts diese Leute sich empören, und recht bitter ist eS, wieder zu sehen, mit welcher Perfidie sie hinter der Fortschaffung jedes Mißbrauchc» Umsturz alles Bestehenden wittern und bei der Regierung in niederträchtiger Weise denunziren. In andern Blättern wieder» wo eine hellere Richtung vorherrscht, wie z. B. in dem „Nürnberger Korrespondenten" wird die Seit; der Aufklärung herausgekehrt und der „Antrag" der Rabbiner mit des Erscheinungen, von geistlichen Uebexgriffeu auf christlichen Gebieten jll» sammevgestellt. Nur elender JesuitiSmuS kann zu solchen zweideutige» Mitteln seine Zuflucht nehmen. — Es ist ein ekleS Treiben!- — . Unter solch betrübenden Umständen ist eS nicht zu verwundern, wem wenig neue Kräfte^ dem Rabbiner-Amte überhaupt, und die jungen Rabbiser so. selten der reformistischen Richtung sich zuwenden, und braucht mau kem Prophet, zu sein, um vorauszusehen, daß wenn die Sachen so fortgehen, mit der .Zeit, nur Finsterlinge und ReactionSmanner in den deutschen Gemeinde» das Lehramt perwaltea werden; denn Undank und Verkeunung ist der Led^ der, aufrichtigen reformgefinuteu Rabbiner! Dann mögen auch Diejenige», welche auf dem anderen Ertreme stehen und auf da« „NeL-RabbinerLhus* «iL Achselzucken Hinblicken, zusehen, was aus der Entwickelung des Jude?' thumS in Deutschland werden möchte; ob jene mehr gefördert würde durch zahlreiche, von aufgeklärte» Rabbinern geführte Synagogen» Gemeinden, oder von einer vereinsamten Reformgemeinde, die rings umher voi «ehr und mehr in die Starrsucht der Orthodorie oder in die Apathie Ks Indifferentismus versinkenden Gemeinden umgeben wäre!-- Doch wir haben in unserem .Rückblicke" der freudigen Hoffnung unser Semüth aufgethan; wir wollen, wir dürfen uns nicht der Trostlosigkeit hiv- , gebe»! Nur fühlten wir uns gedrungen, bei dem Abgänge wieder eines tüchtigen Mannes aus dem deutschen Vaterlande, die Gemeinden auf de» Abgrund aufmerksam zu macheu, wohin daS Ertrem von beide» Seiten Ke DU dräugeu bedroht. . . . ^> «us der baler. Pfalz. — Seit etwa einem Monate befindet sich Vis seit Jahre» von. uns erwartete Syaagogenordnung La de« Händeu