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Der israelitische Volkslehrer · 1858-01-01 · Heft 1 (Januar 1858) · page 32

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
7 (1858)
Issue
Heft 1 (Januar 1858)
Date
1858-01-01
Page
– (sequence 32)
Language
German
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». Nundsch au. ^MVM'MVVV Fran?i«rt a. M., Januar 1858. — Bereits in unserem Rückblickt haben wir davon Meldung gethan, daß unser Freund und Nachbar. Herr Rabbiner Grünebaum zu Landau den Ruf als Rabbiner und Prediger nach San-FranziSko annehmen wird. Derselbe war jüngst hier, nm sich mit dem Nordamerikanischen Consul über die AuSwanderungSangelegenheit zu besprechen. Er traf in meinem Hause durch einen glücklichen Zufall mit Herrn vr. Lilienthal aus Cincinnati zusammen, der ihm manche Ausschlüsse über dortige Zustände zu geben vermochte. Noch erfreulicher wurde für ihn der Umstand, daß er einige zur Zeit dahier domicilirende Mitglieder seiner neuen Gemeinde antraf, und es bestärkten ihn diese Umstände, sowie die günstigen Nachrichten, welche ihm dabei über seinen neuen Wirkungskreis zu Theil wurden, um so mehr in der Annahme des ehrenvollen Rufes. Der ihm dargebotene ZahreSgehalt brträgt 3000 Dollar, (unseres Geldes 7500 st.) ohne die sonst noch üblichen Emolumente. Die Gemeinde »Emanuel" zu San-Franzisko, deren Namen schon, im Hinblicke auf die ausgezeichnete Schwestergemeiude in New-Dork, ein günstiges Prognostikon stellt, ist bereits eine der zahlreichsten in N. A. und verspricht, bei der günstigen Lage und der großartigen Entwicklung, worin Land «nd Stadt begriffen find, namentlich unter einem so tüchtigen Führer, wie sie jetzt berufen hat, einen immer schöneren Ausschwung zu nehmen. DaS Klima daselbst zählt zu den gesündesten der Erde, und so mag unser genannter Freund fich mit Recht des neuen Bestimmungsortes freuen und rühmen. Freilich die Reise ist weit; aber lohnend ist das Ziel, und weit auch das Feld einer gesegneten Thätigkeit, daS vor ihm fich aufthut. HS ist dort Nrland, das erst urbar muß gemacht werden; es ist dort noch Alles zu thun und zu schaffen. Die Gemeindeordnung, die uns aus der betreffenden Gemeinde vorgelegen, behandelt lediglich die äußerlichen Bedingungen eines GemeindebestanveS. Das find erst Adern, Fleisch und Haut, womit die zerstreuten Knochen fich bekleidet haben. Wir rufen unserem Freunde mit den Worten deS Propheten Ezechiel zu: „Menschensohn, weissage dem Geiste! Sprich, von den vier Seiten, komme herbei, o Geist, und wehe fie an, daß fie leben, daß die Auferstehung Israels bewerkstelligt werde auf dem Boden des neuen Palästina > So haben wir allen Grund, unserem Freunde Glück zu wünschen, »icht uuS. Amerika entziehet uns nach und nach unsere besten Kräfte; und^ iu der That, beim Hinblicke auf die Traurigkeit unserer Zustände, ist eS leicht erklärlich, daß tüchtige, strebsame Männer ohne große« Widenvillew

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