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Der israelitische Volkslehrer · 1858-01-01 · Heft 1 (Januar 1858) · page 26

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
7 (1858)
Issue
Heft 1 (Januar 1858)
Date
1858-01-01
Page
– (sequence 26)
Language
German
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^chitkltseöuH.'^ Ätcht ^nöi^wenvtK -durch l d^ii Gegenstand dedingt tst, z. bM Lesen, vollständig emancipirt hat? und nur das zu lehrekde Objekt und seine Persönlichkeit auf den Gchü^ läßn Nur daS kann ein lebendiger, geist« und gemüthvoller/ anregender und bezwingender Unterricht genannt werden, bei welchem daS^ Kind die Begeisterung aus dem Äuge des LehrerS/ äuS feinen zündenden Worten^empfangt. So sollen die Lehrer unterrichten, so. müssen sie unterrichten, wenn sie etwas mehr sein wollen als leidige Eintrichterer, als Brodmenschen im heiligsten und erhabensten Berufe der Menfchenbildung. Das Auge nie und nimmermeht lil der Schule auf das Buch, sondern auf die Klasse, auf das Auge des Schülers gerichtet k Wenn' Sie darum je einen Lehrer finden, der zu den Lehrfächeru, bei denen eS nicht, wie gesagt, dringlich nothwiittdig ist/ ein Buch in der Hand hält, oder gar den Kindern ein^ solches in die Hand gibt, so ist er nichts. Werth, und sein Untnricht ein schlechter^ ' .' — Was werden Sie atfo^^on einem israelitischen Lehrer denken, dessen ganzer Unterricht im Lesebuche steckt? der etwa — gleich jenem ftänzösisch sprechen n?ollenden Deutschen, der so Unglücklich war, einen franz. Potentaten anredeü zu sollen/ aber sein Wörterbuch, und mithin seine verloren batte, ^— nichts mehr weiß und nichtS me^r kann, wenn ihm d5s Lesebuch entzogen wird? ' ' Wohl kann es Lehrer geben, d^en M^MO^ bequemes Ruhebett.ist, daS. sie des lebendig zündenden Wortes der genauen Vorbereitung auf jede einzelne Unterrichtsstunde, und der einsichtsvollen Aenntniß des ganzen Unterrichtsmaterials, also mit einem Worte deS SelbstdenkenS, etwa auch der Anschaffung von methodischen Handbüchern für die einzelnen Lehrfächer, überhebt. Es kann, sage ich, Lehrer geben, die sonst nichts thun wollen als die Lesemaschine in Gang setzen, und dann, ^rvelter^ weiter!" rufen; die, im besten Fall, weil und wie eS iitt Buche steht, abfragen; so daß die Binder am Morgen schon die Worte des LehrerS für den ganzen Tag vorauswissen; 'eS kann solche Lehrer geben, und es gibt deren leider nur zu viele; aber in einem Buche für israel. Schulen sollen sie nicht berücksichtigt und gehegt werden. ' Noch haben wir hinzuzufügen, daß, wenn das Lesebuch den Anforderungen der Pädagogik entsprechen / soll, eS wohl religiöse Gedanken enthalten^ religiöse Empfindungen veranlassen muff; aber es darf nicht geradezu Geb etsformeln, enthalten oder im Predigertone abgefaßt fem. Stücke aus dem „Bechai," „Orchoth Chäjim," „Rockeach" undandtrn aseetischen Schrif-

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