Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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-e Zyr Pädagogik. yn mögen recht erbaulich fein^ aber nie und nimmermehr.eigne» ffe-sich für «in Sch ul l es eb uch. - . :!^ ' Mr Hd zu Ende; hoffen wir, daß recht bald gewichtige Stimmen.auSdel; israelitischen Lehrerwelt sich über diese Thesen emeS Weiteren vernehmen lassen. ' Scklteßlich man unS nur noch einige Bemerkungen, ^an hat. unseres Ausdruck : „der Charakter des ZudenthumS ist vor Allem ein kosmopolitischer" angetastet, und die Frage entgegen geworfen: „von eiuem Orte müsse man doch (im geographischen Unterrichte) ausgehen?" — Wir stellen nun im besagten Unterrichte .allerdwgS^ weder Bayern noch Preußen an die Spitze, nicht als Jude, oder gar als „Antipreuße," sondern als Kidaktiker. — Und wollen Sie wissen, wie man dies anfängt? Ich bitte, ergreifen Sie doch das Erste unter den besseren neueren Lehrbuchern der Geographie; oder, mein Gott, stellen Sie sich auf die erste beste Bergesspitze im lieben Vaterlande, und sehen Sie iu'S Thal hinab, in. die nächste Umgebung, den Fluß entlang, ob denn da der liebe Gott blaue, gelbe und rothe Striche hat wachsen lassen zwischen Preußen und Oldenburg, Limburg und Waldeck? ob Sie nicht mit freiem Auge die wahren, d. h. die natürlichen Gränzen und Einteilungen (Gebirgsgränzen, Stromgebiete) erkennen, die Gott für jedeS Menschenkind hat bemerkbar werden lassen, auch für solche, die von neuer und alter Staaftnkunde nichts wissen? — Wollen sie nun anschaulich, naturgemäß unterrichten, so werden Sie wissen, wie ein guter geographischer Unterricht beschaffen sein muß. — Wir, hier zu Lande, wir lassen unsere Kinder vom Rheine oder einem beliebigen andern Flusse aus mit dem Finger auf der Karte durch ganz Europa zu Wasser fahren; hüpfen vom Fichtelgebirg aus ,.rastlsS ohne Unterlaß" von einer Bergesspitze zur andern; schauen uyS im Vorbeigehen die Thäler unten und die Bewohner derselben, die Menschen und ihr Treiben an. suchen Klima und Produkte zu' erkunden u. s. f. Stoßen wir dabei auf eine der be« kannten gefärbten Linien, so sagen wir: Siehe, mein Kind, hier haben Menschenhände Steine aufgestellt, Gränzsteine zubenannt; die scheiden z. B. hier daS Land, das Preußen heißt (ein großes Land und Berlin an der Spree ist seine Hauptstadt) von Nassau und hiep Bayern von Oesterreich; und, Kinder, die jenseits Getoruen müssen diesseits einen Paß haben. Dort rechnet man nach Gulden, hier nach Thalern. — Auch die Menschen werden in den verschiedenen Landern verschieden geschätzt. Juden die vor 60 oder 70, Jahren diesen Gränzstein passirten, mußten Leibzoll bezahlen Gleite verschaffen, dursten sich wohl auf der anderA