Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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»4 A»v Pädagogik. da« correcterichtig betonte, logisch ästhetische Lese« anregend und unterhaltend durch eine Gallerte von ächten Lebensbildern, von Beispielen des Wahren, Tuten und Schönen. deS Edlen und Großen, und also forderlich zugleich der Entwicklung des Geistes und GemüthS, ein Spiegel des wirklichen Le- SenS, wie es sich vor den Augen des Kindes entrollt. ES soll zu diesem Zwecke enthalten: „Erzählungen, Schilderungen/ Betrachtungen und poetische Darstellungen aller Art" (DiesterwegS— Jahrbuch 18öö, Seite 295.*) —..Die Aufsätze für das Lesebuch sollen den Werken der klassischen Nationalliteratur entnommen, und nicht etwa für die Schule gemacht sein." (Ebendaselbst.) ES sei auch ein SPrachbuch, insofern es alle Formen der Darstellung in mustergültiger Weise zur Anschauung bringe, und dem Lehrer möglich mache, an dem Gelesenen die Sprachgesetze zu entwickeln, und also das Sprachgefühl zu läutern und zu veredeln. ES sei sodann auch ein Lehrbuch, indem eS auS der heitersten und anmuthigsten Seite des dem kindlichen Geiste zugänglichen Wissen? einzelne Bilder vorführe. Dieß Alles soll eS sein, aber nicht in steifwissenschaftlich systematischer Reihenfolge. ES soll deßhalb weder grammatische Regeln noch auch für sprachliche Schulzwecke besonders „gemachte" Musterstucke enthalten; auch kein dürres Realiengerippe,.keine übersichtliche Darstellung alles WiffenSwürdigsten aus der Naturlehre, Naturgeschichte, Geschichte und Geographie" in sich fassen, denn das Lesebuch würde so entweder trockne Übersichten enthalten, oder zu weit ausgedehnt werden, auch den Anforderungen nicht genügen können, die wir an die Form deS Lesebuchs zu machen haben. (Ebendaselbst). ES kann Verhältnisse geben, die für manche Lehrer Ausnahmen von der oben bezeichneten Regel bedingen. Sind die iSrael. Schulen, die iSrael. Lehrer in diesem Falle? Wir sagen: Nein! und die Mehrheit der iSrael. Lehrer wird unS beistimmen. Für jeden Unterricht soll sich der Lehrer wohl an ein methodisches Handbuch anschließen, daS er seiner speziellen Vorbereitung zu Grunde legen kann. Aber nie und nimmermehr wird das ein kraftiger, auf Verstand und Gemüth der Kinder wirkender Unterricht sein, der auch in der Schule an dem Buche klebt. Nur das kann ein Lehrer genannt werden im vollen Sinne deS Wortes, der sich von den Büchern (soweit dies . D,r Derfaffer de« betr. Artikels iS Herr Seminarlehrer Hon c a mv. *er vorzugUchsten Pädagogen der Jetztzeit, und durch seine Arbeite«!» X!-,» 5 Kalender auch m jüdischen Kreisen vorteilhaft bekannt.