Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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Zur Pädagogik. Sifulei,'tömÄt hierzu noch zumeist die kleinere Schitterzahl. dir größere Einfluß des Lehrers auf Eltern und Kinder, und vor Allem Vir Uckstand, daß in christlichen Schulen durchweg beinahe die Hälftt deS ZahreS (im Sommer) die Kinder der Schule entzogen werden, indem sie den Eltern bei häuslichen und Feldarbeiten Helfnt cküssen^ während dicS bei Juden selten oder gar nie de? Fall ist. Und wer darf noch mißkennen, daß die JsraeiiLen einen ^guten Schulunterricht sehr schätzen/wem^ die Opfer steht, die iSr. Eltern/isr. G bringen? Mögen die Lehrer «ntMecht viel über traurige Verhaltnisse klagen, eins jedoch müssen tvir hier ein für allemal constatiren. Nur wenige Gemeinden scheuen die schwersten pecuniären Opfer, um einen Lehrer zu besolden, Opfer, wie sie bei anderen Religionsgenossenschaften ünerhöÄ sind! Sollte das nicht den isr. Volksschullehrern und nur von diesen ist hier die Rede, — die auch andrerseits ihren christlichen Amtsgenossen zumeist gleichgestellt sind, eine heilige Verpflichtutlg auferlegen, für so viele und große Opfer etwas Tüchtiges zu leisten? - Wohl ist es wahr, daß die besondern hebräischen Unterrichtsfächer viel Zeitaufwand erfordern. Sie beanspruchen bei meinen Schülern vom 10. Jahre an wöchentlich 6 Stünden, später, im IS. Jahre, sogar 7 Stunden. (Ich rechne hier nur hebräisch; ^- Religionsunterricht und bibl. Geschichte sind Fächer, denen in christlichen Schulen ebensoviel Zeit gewidmet wird, als in jüdi« schen.) Es bleiben mir also für die andern Unterrichtsgegenstände, ^LeV wöchentlich 30 Stunden Unterricki, noch 24 Stunden, und ich glaube, wenn man diese Zeit gut anwendet, läßt sich schen etwaS damit ausrichten. Ich würde mir ein Vergnügen daraus machen, dieS durch meinen Stundenplan zu erweisen, wenn hier der geeignete Ort dazu wäre — Allein derselbe iSr. Lehrer hat in Landschulen den Unterricht in allen Klassen auf sich; das auch in vielen christlichen Lehranstalten, ja in bei weitem dem größten Theil der Landschulen der Fall. Uebrigens ist es wahr, daß hieraus bedeutende Schwierigkeiten für den Lehrer, wegen passender Zeiteintheilung, erwachsen, die bedeutenden Kraftaufwand erfordern. Aber bei gehöriger Einsicht in den OrganiSmuS einer solche^ Schule, bei gH von Kraft und Zeit, und insbesondere mit der. Kenntniß, hem Unterrichte d i e Seiten abzurinnen, welche ihn zu größerer Selbstbeschaftigunz geeignet^machen, wird jener Nachtheil ausgeglichen, abgesehen davon, daß die erziehliche Kraft des Unterrichts dadurch verstärkt wird, daß die Kinder ihre ganze Schulzeit bei einem Lehrer Zubringen-- l