Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 7 (1858)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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Echullefebuch. <S! stimmen in einen Jubel, dem z. B. Herr Hecht 20 — 21 Nummern seines Lesebuchs widmet? — Gewiß, nur das israelitische Lesebuch erfüllt seine Aufgabe, daS human und wahr ist; es ist dann, obwohl echt jüdisch, doch auch geeignet, demjenigen Schüler in die Hand gegeben zu werden, der, als NichUsraelite, etwa die israelitische Schule besuchen wollte*). — II. These: Das israelitische Lesebuch muß der Aufgabe der isr. Schule in ihrer Besonderheit vorzüglich darin Rechnung tragen, daß es diese, auch auf dem Lande, als gehobene Schule durchweg betrachtet. — Zn den israelitischen Schulen kann mehr geleistet werden und wird zumeist mehr geleistet, als in den gewöhnlichen Landschulen, und selbst in den minder gehobenen Stadtschulen. Es ist dies weder eine „süße Täuschung" noch eine Ueberhebung. Es ist eine Thatsache, eine für das Bewußtsein des Lehrers erhebende Ueberzeugung, die nur etwa derjenige Lehrer nicht anerkennt, dem entweder die Kraft oder der Wille fehlt, dieser Erfahrung gemäß zu wirken. Ich habe, um nicht mein Urtheil als maßgebend zu betrachten, bei allen mir befreundeten isr. Kollegen nachgefragt, und sie, sowie viele christliche Lehrer und Schulbehörden, stimmen darin überein^). Man gehe einmal selbst in christliche Schulen, in denen jüdische Kinder mit unterrichtet werden, und man wird finden, daß die israelitischen Schüler zumeist ja durchweg die Ersten find. Die Beschäftigungsweise des Israeliten setzt eine größere Gewecktheit voraus, als die deS an die Scholle gebundenen Landmannes. Der Israelit lernt durch häufigern Umgang mit Gebildeteren, in Folge der durch den Handel bedingten Reisen, durch Buchführung, Korrespondenz u. s. w. Kenntnisse besser schätzen; er ist dazu genöthigt; und da die Praxis des LebenS ihm bald den Nutzen nachweist, so werden die Kinder schon zu Hause mehr zum Fleiß ermuntert***). — In den israelitischen 6) Diese Rücksicht ist sehr beachtenSwerth und deßhalb zu tadeln,! wenn in einem Schullesebuche jüd. Geschichtsnotizen mit „wir*, uns gegeben Wersen. (S. Nr. 35 des vor. I. d. Z.) — Red. **) Sehr oft wird man dabei unwillkürlich zu dem Gedanken gezwungen :7vtt 7UZ?"!N-»2 ^2 stSVN ***) Wir haben h er nur die Thatschen im Auge. Wir wollen nicht oeuriheilen, ob dies Verhältnis im Allgemeinen erfreuliche Folgen für Juden und Zudenthum hat, und uns durchaus nicht zum Lobredner oder auch nur Vertheidiger der. erclustven Beschäftigungsweise unserer ReligiouSgenossen auswecfeu. Wir geben hier nur die Fakta, wie sie vorliegen, und auf unser Thema Lnfluiren.