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Der israelitische Volkslehrer · 1856-01-01 · Heft 1 (Januar 1856) · page 26

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 1 (Januar 1856)
Date
1856-01-01
Page
– (sequence 26)
Language
German
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s« .RZmdschaü. Ihre Aeußerungen in dem Aufsatze -Semirothsind mir ganz aus der Seele gesprochen.— Ich befitze eiu schönes Lied von Dr. Steinheim, für gemischten Ehor bearbeitet von dem ausgezeichneten Musiker Wimpfen in Rom. Falls Sie es für Ihre verehrt. Zeitschrift wünschten, bin ich sehr gerne bereit. eS Ihnen mitzutheilen. ES hat eine Synagogeueinweihung zum Thema. (Wir bitten darum. — Red.) «AuS Gothenburg, in Schweden, im Dezember. —Empfangen Sie, hochgeehrtester Herr, meinen herzlichen Dank für Ihre ausgezeichnete Güte, womit Sie einen so großen Raum Ihres NovemberhesteS unsere?! Angelegenheiten gewidmet, sowie für die warme Theilnahme, welche Sie an dem religiösen Gedeihen unserer Gemeinde knndgegeben. Seien Sie überzeugt, daß ich und ein großer Theil der Gemeinde, welche Ihr Streben aus Ihren Schriften kennen gelernt, dieses zu würdigen wissen! — GS dient mir daher zu wahrer Befriedigung und Freude, Ihnen die gewiß mit gleichen Gefühlen von Ihnen aufgenommene Mittheilung zu machen, daß unsere neue Synage und die gottesdienftlichea Reformen eine überaus wohlthuende, religiös-belebende Wirkung auf unsere ganze Gemeinde ausüben. Die Synagoge ist am Sabbath-Msrgen, sowie nicht mit minder am Freitag-Abende stark besucht. Männer und Frauen, bisher dem Judenthume völlig entfremdet, betheiligen sich nicht nur lebhaft am Gottesdienste, sondern, waS noch mehr ist, treffen jetzt in ihrem Leben solche Einrichtungen, um den Sabbath festlich auch in ihren Häusern begehen zu können. In mehreren Familien, wo der JndifferentiSmuS bereits so weit gekommen war, daß man gar nichts Auffallendes daran fand, den christlichen Weihnachtsabend festlich mit zu begehen, ist man endlich von diesem Nnfinne abgekommen, wozu auch eine Predigt des Herrn HenrigiuS am Chanuka-Sübbathe viel beigetragen haben mag. Möchten doch die Orthodoxen überall einmal die Augen aufthun, um einzusehen, wie der Eifer für das Juventhum nur durch die Reform wieder geweckt werden könne. — Bei uns ist gottlob die Ortho- Vörie zu dieser Ginficht gekommen. Ein würdiges Mitglied jener Commis-?on, welche die gottesdienstlichen Reformen feststellte, und das strenge nach de« alten Satzungen lebt, ist einer der wärmsten Eiferer für die Reform geworden, weil die Einficht sich unwiderleglich Raum verschafft, daß nur dadurch das Judenthum gerettet werden und erstarken könne. Ich wiederhole ^.eL^Ihnen daher noch einmal in der Freude meines Herzens: wir zählen hier keine Partheigenossen; die ganze Gemeinde huldigt der Reform. Ich theite Ihnen daher von einem Manne, der es bisher als eine unumstößliche Pflicht ansah, alle Gebete. Piutim :c. pünktlich herzusagen, die charakteristische Aeußerung, welche derselbe am letzten Sabbathe beim Austritte ans der Synagoge gethau, in seinen Worten mit: ,Es ist jetzt ein wahrer ll»enes (Genuß) in Schul' zu gehen, mau muß eigentlich jetzt zweimal die Woche SchabbeS haben." Es liegt gewiß in diesen behaglichen Worten für die Reform der größte Triumph und die schönste?she?-rheb»?.g. —

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