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Der israelitische Volkslehrer · 1856-01-01 · Heft 1 (Januar 1856) · page 6

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
5 (1856)
Issue
Heft 1 (Januar 1856)
Date
1856-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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e Rückblick auf das Jahr 1855. von einer, freilich vernünftigen Orthodorte, gutgeheißen, ja, als augenscheinliche FörderungSmittel des religiösen Lebens froh begrüßt werden? — So muß denn doch der Geist der Reform, deS religiösen Fortschrittes, der vernünftigen Einsicht in das, was unS drückt und waS unS Roth thut, eine gewaltige Macht erlangt haben, wenn er, nicht unterstützt wie früher, als jene ^ekumxurkan-Orkane wütheteu. von der herrschenden Richtung, sondern im Gegentheile durch äußere Hemmnisse oft behindert, sich dennoch so unaufhaltsam Bahn macht, daß er gewichtige Reformen als felbstverstanden, als von der Wissenschast beleuchtete und von der PrartS gereiste, nicht mehr den Stürmen ausgesetzte Früchte, als Erstlinge vom wieder urbar gemachten Felde deS Judenthums in'S Heiligthum unseres Gottes ruhig und feierlich niederlegt! — Da sind nun auS dem vergangenen Jahre zwei Gemeinden zu nennen, eine aus unserem Süden, und eine auS dem hohen Norden, denen die Palme gebührt — nicht blos die Palme des Sieges, sondern auch die Palme des Friedens — indem sie, unter Zustimmung der ganzen Gemeinde, einen veredelten, reformirten Gottesdienst einführten — Mannheim tn Baden und Gothenburg in Schweden. — In Baden, wo eine obere Religionsbehörde besteht, die freilich für die Belebung des öffentlichen Gottesdienstes und dadurch für die Brechung ves auch dort herrschenden Zndifferentismus Jahrzehende hindurch nichts oder soviel wie nichts gethan und so hinter der Schwesterbehörde von Württemberg, die schon vor Zahrzehenden anregend und im Geiste der Neuzeit erziehend gewirkt weit zurückstand, waltete eine kurze Zeit die Furcht ob, es werde dem Mannheimer Gottesdienste hindernd begegnet werden. Zu unserer großen Freude und Genugthuung haben wir unS in unserer Behauptung, daß vor der Hoheit einer ganzen und einigen Gemeinde jeder Widerspruch verstummen müsse, nicht getäuscht und steht mit Sicherheit zu erwarten, daß das schöne Werk unserer Nachbargemeinde, welches fort und fort als anziehend, begeisternd und religiöses Leben weckend sich bewährt, unangetastet fortbestehen werde. — In Gothenburg war eS der Oberrabbiner eines anderen

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