Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 5 (1856)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1856)
- Date
- 1856-01-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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RSSblick ssf das Jahr INS 7 benachbarten Landes, der sich unberufen eingemischt und in einem Hirtenbriefe vor den Gefahren gewarnt, die aus dem Vorangehen jener Gemeinde entstehen würden. In höflicher aber entschiedener Weise hat die wackere Gemeinde jene Anmaßung zurückgewiesen, Unsere Leser haben im v. I. ersehen, wie maßvoll die einige Jsraelitengemeinde zu G. bei der Bessergestaltung ihres Cultus zu Werke ging, und ihr edler Eifer, die Begeisterung, welche dort wie in Mannheim, für das neugeschaffene Werk herrscht, mußte eS auch einem prinzipiell auf anderem Standpunkte stehenden, oder sich stellenden Rabbiner zur mahnungsvollen Gewissenspflicht machen, nicht störend einzugreifen und nach dem schönen Worte der?irke LHotk daS autokratische: l!?2Z) „nehmet meine Meinung an,^ zurückzubehalten — NNK d^l „denn in dem Ermessen der Gemeinde liegt die Freiheit, nicht in Deiner felbstherrscherischen Meinung." Das talmudische ^"»^ WN, („lasset Israel gewahren!") und daS noch stärkere: 07?^ N27» Ol^l!'M 'ö'Stt scheint den Herren, die den „Talmud und nichts als den Talmud" im Munde führen, ganz abhanden gekommen zu sein. — In Mannheim und Gothenburg hat man bei Gelegenheit der Synagogen-Einweihungen Gebeteordnungen resp. Gebetbücher herausgegeben, mit provisorischem Charakter, und die Rabbiner-Conferenz zu Gießen hat die so erwünschte Einigung auf diesem heiligen Gebiete in Aussicht gestellt^). — Die Mannheimer Gottesdienstordnung hat in Süddeutscbland einen gewaltigen und nachhaltigen Eindruck hervorgebracht. Bereits rüsten die Rabbiner der Rheinpfalz sich zu ähnlichen Schritten; man wird in Baden selbst für die Dauer nicht zurückbleiben können; wir haben Hoffnung, daß auch Württembergs Oberkirchenbehörde nicht zurückbleiben werde; unterdessen steigt unsere hiesige neue Synagoge, als ein Emporium des Lichtes, immer schöner und herrlicher empor — und wir dürfen uns der schönen Erwartung hingeben, daß Frankfurt, Mainz, Mann- 1 Näheres demnächst.