Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1855)
- Date
- 1855-01-01
- Page
- – (sequence 41)
- Language
- German
- Belongs to
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Geschichte v. Lichteufteiu. 39 heil. Schrift die Rede, wie Zedermann auf den ersten Anblick in die Augen fallt. Dort wird die Frage aufgeworfen: 'ZSS 1vdU N-MNNUT» N^2N21 ON2 Ivd^z nmv«-,n N^INZ VN2 Es werden also hier der erste Dekalog im EroduS und der zweite Dekalog im Deuteronomium einander entgegengesetzt. In diesem steht nämlich beim fünften Gebote der Zusatz UV? 2V" welcher im Dekalog des Erodus fehlt. Wenn nicht der Sinn der Stelle an und für sich klar wäre, so müßte die Antwort auf jene Frage: "QNVN^ *?'M7l denselben deutlich machen. Wer verdient nun wohl eher den Tadel der Leichtfertigkeit, derjenige, welcher ein Paar dunkle Stellen aus den Kirchenvätern übersieht oder nicht richtig deutet, oder derjenige, welcher eine von ihm selbst zitirte Beweisstelle aus dem Talmud nur oberflächlich ansieht und darum gan; verkehrt auslegt? Fast möchte man sich versucht fühlen, den Borwurf, welchen Graetz mit den oben angeführten Worten R. Chija B. Abba macht, auf ihn selbst überzutragen. Er hat sich so sehr in das Studium der Kirchenväter vertieft, daß er darüber die Kenntniß des Talmud vernachlässigte. — Möge Herr vr. Graetz fortfahren, die übrigen Theile der jüdischen Geschichte zu bearbeiten; wir werden feine Leistunzen auf diesem Gebiete mit Freuden begrüßen. Nur möge er etwas mehr Bescheidenheit lernen und die seinen Vorgängern schuldige Achtung und Gerechtigkeit nicht aus den Augen setzen. G — n. 2. Geschichte der Israeliten, von dem babylonischen Erile bis auf die neueste Zeit für vie Oberklasse israelitischer Volksschulen und für die Mittelklasse höherer jüdischer Lehranstalten, bearbeitet von H. Lichten st ein, israelitischer Lehrer in Dreißigacker. — Nebst einem Vorworte von B. Wechsler, Großherzogl. Oldenburzischem Landesrabbiner. Oldenburg 1854. Verlag von W. Berndt. ES ist immer erfreulich, wenn Manner vom Fache, welche am Besten wissen, wo es bei unS noch* fehle — und es fehlt leider noch allenthalben — sich an die Arbeit machen, um da und dort eine Lücke auszufüllen. Läßt die Arbeit dann auch Manches noch zu wünschen übrig, so muß sie doch froh begrüßt werden, nach dem Grundsätze: V'tt N^n!? ^VlNN — Dies gilt auch von dem vorliegenden Werke. Der Verfasser hat eS ver-