Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 4 (1855)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1855)
- Date
- 1855-01-01
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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Das physische Uebel. 25 den, dafür zeugen wohl zahllose Stellen der heiligen Schrift und namentlich die Worte BileamS: „Gäbe mir auch Balack sein ganzes HauS voll Silbers und Goldes, so könnte ich dennock den Befehl Gottes nicht übertreten, auS eigenem Willen Gutes oder Böses zu thun" (Num. 24, 13). Wo daher der verletzende Eingriff in die Güter eines fremden menschlichen Individuums -gelingt, muß derselbe notwendiger Weise für denDertetzten ein Gegenstand der göttlichen Anordnung sein. Dies schließt jedoch, ist der Verletzende ein vernünftiges Wesen, keineswegs dessen Strafbarkeit auS, indem er die verletzende That in verbrecherischer Weise vollführt und ohnehin von Gott weder den Auftrag, noch auch nur die Kefugniß zum Vollzuge seiner Fügung erhielt. Für den Ermordeten z B. ist das Getödt etil? erden allerdings ein göttlicher Befehl, aber dieser Befehl geht den menschlichen Mörder, der ihn nicht einmal kennt, durchaus nicht an, und dieser handelt vielmehr aeaen den an ihn ergangenen göttlichen Befehl*). Wie läßt sich aber — so könnte man fragen — auS der Bibel nachweisen, daß dieselbe dem Menschen die Macht zugesteht, sich selbst aus freiem Willen gegen Gottes Fügung Uebles zuzufügen, und den so eben entwickelten Grundsatz blos auf die Verletzung einer fremden Persönlichkeit einschränkt? Kann nicht auch vom Selbstmörder angenommen werden: daS Schicksal, gewaltsam getövtet^ wnd^i^ Fügung, die ihn allein zum Vollzuge seiner That befähigen, wennauch keineswegs berechtigen könnte? Zur Beseitigung dieses Zweifels bedarf es zunächst der Feststellung des Begriffes einer freiwilligen Selbstbeschädigunq. Dieser Begriff umfaßt nicht blos diejenige Selbstverletzung, die geradezu beabsichtigt und 5) Diesen biblischen Gedanken fand ich inzwischen auf die unzweideutigste Weise auch in Saadia's Lwunotn ve — veotk IV Abth. e. 3. also ausgesprochen: d<112N 'VPQQ NNtt 2*!N^> L2NXN TN'OV N'NNW2 NP V^MVN 5«p*? *?27'N2 NN' "!NX2 PO^ IX ttVN "2 -«M ^Z-Ntt ON'2 'v^? - ^VPVN ^2 NO L2'tt'22N N2"NLüM ^71^ 211NN1 V'NV^ NV^Q N1VN?!? N^VN PI N^lN^ 7^2O2 Nv N'N ^!Z)N 1^ NQ2NN ^Q^2 - N12N ^'U 0Nd< '22 pvv 7^N'2^ N'NNN2 222N ^12N NVj?O N12d<N^ N!2 N21^NN1?^2N NVj?v d^'NN N2'222 N2t^2 N'N - Nl2d^ NO2NN N2"N 1Vd^21 llNd^ '22 NV^V N2'22N1 Mergl. NachmanidoS zu Genes. 9, IS.) V^NX V'2S2