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Der israelitische Volkslehrer · 1853-01-01 · Heft 1 (Januar 1853) · page 21

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Journal
Der israelitische Volkslehrer
Volume
3 (1853)
Issue
Heft 1 (Januar 1853)
Date
1853-01-01
Page
– (sequence 21)
Language
German
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von Maeaulay. 2t auf, sie verbietet, für Geld Zinsen anzunehmen, den Zweikampf zu bestehn, und Schauspiele zu besuchen. Folgen sie diesen Geboten! Wenn nun sehr Viele von ihnen tatsächlich jene Lehren nicht streng beobachten, sobald dieselben ihren Leidenschaften und Vortheilen entgegenstehen, wird dann nicht auch angestammte Treue, Menschlichkeit, Liebe zur Ruhe und Furcht vor dem Tode hinreichen, sie von der Ausführung jener verruchten Befehle abzuhalten, welche die Kirche Roms gegen das Staatsoberhaupt Englands erließ? Wenn wir wissen, daß so Viele unter ihnen sich die Religion nicht so sehr angelegen sein lassen, um ihretwegen am Freitag nur Ochsenfleisch zu entbehren, wie könnten wir annehmen, daß sie sich ihr zu Liebe, der Gefahr, gemartert und gehängt zu werden, aussetzen würden! Viele urtheilen nun über die Juden, wie unsere Väter über die Papisten. Ein auf den Wänden der Synagogen aufgezeichnetes Gesetz verbietet die Habsucht. Aber hielte man uns nicht sür verrückt, wenn wir behaupteten, ein jüdischer Pfandgläubiger erkläre ein Pfand nicht für verfallen, weil Gott ihm befahl, auf seines Nachbars Haus keine Begierde zu haben? Aber die Verheißung Gottes, die Juden durch unbekannte Mittel und zu unbestimmter Zeit, vielleicht erst in 10,000 Jahren nach Palästina zurück zu führen, gilt stets als Beweis, daß der Jude kein Interesse für die Wohlfahrt seines Landes hat, in dem er lebt, daß es ihm keine Sorge macht, in welchem Zustande sich dessen Gesetze und Polizei befinden, wie schwer es von Steuern belastet, wie oft es erobert, und der Plünderung Preis gegeben sein mag! Ist dies nicht die gründlichste Unkenntniß der menschlichen Natur? Wissen wir nicht, daß das dem Menschen ferner Gelegene und Unbestimmte auf ihn weit geringeren Eindruck macht, als das ihm Nahe und Sichere? Der Beweis läßt sich eben so streng auf Christen, wie auf Juden anwenden. Die Christen glauben, ebenso wie die Juden, daß einst der gegenwärtige Zustand der Dinge enden wird. Ja, einige Christen glauben sogar, daß der Messias bald auf der Erde ein Königreich gründe, und sichtbar über alle ihre Bewohner regieren

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