Der israelitische Volkslehrer
- Journal
- Der israelitische Volkslehrer
- Volume
- 3 (1853)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1853)
- Date
- 1853-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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auf das Jahr 1852. 3 Brüder gegen Brüder mit Nachtschatten und Vomrtheil zu überziehen! — Gepriesenes Frankreich, wo, bei allem Umschwung der Verhältnisse im vorigen Jahre, und bei aller Macht, welche die Religion der Mehrheit dort wieder entwickelt, die heiligen Grundsätze der Gleichberechtigung als ein unantastbares Erbe der Bäter geachtet und geehrfürchtet werden! Großes England, wo der Sieg der erlösenden Ideen der Neuzeit majestätisch voran schreitet, Schritt vor Schritt, stets vorwärts, nie rückwärts; dort, in jenem Lande tiefinniger Religiosität, wo das Christenthum seine eifrigsten Bekenner und Verbreiter hat, dort wird bald die Weihe des Gesetzes den Grundsatz der Gleichstellung heiligen und für immer sicher stellen! — Glückliches Nordamerika, Land der Verheißung, dich kröne mit seinem besten Segen der Herr! Du bist über alle diese Kämpfe sicher hinaus; der Eckstein der Freiheit, welchen die Europäische Menschheit aus ihr Staatengebäude, wo sie ihn den Völkern zur Schau aufstellen möchte, mühsam emporzuwinden strebt, — denn oft reißt der Zug, und zermalmend entrollet der Stein, — ihn hast du zum Grundstein gemacht, ihn tief, unerschütterlich in die Erde gelegt; sie müßten erst dein hochstrebendes Haus niederreißen, bevor sie jenen Stein antasten könnten! — Zu dir blicken meine gekränkten Brüder hoffend hinüber; von dir herüber jauchzen sie, sich ihrer Menschenrechte freuend; die Sterne auf deinem strahlenden Panier leuchten und reden Offenbarungsworte in jedes zagende Herz: „hoffet, vertrauet! Gott hat eine neue Welt aus den Gewässern hervortreten lassen, und sein waltender Geist ruft drüber hin: ^eki 0r! es werde Licht!" —Doch auch am Vaterlande verzagen wir nicht; groß ist seine welterlösende Zukunft. Die in ihm ausgesäeten lichtvollen Ideen aus dem vorigen Jahrhundert — in's Volk sind sie tief eingedrungen; das Volk in feinen edleren Elementen hat sich von den religiösen Vorurtheilen frei gemacht; und daß dem Menschen Niemand näher stehe als der Mensch, daß wir Alle Einen Vater haben, Ein Gott uns geschaffen, daß nicht die Religion, sondern deren ehrenhaste Bewährung im Leben