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Liberales Judentum · 1921-10-01 · Heft 10-12 (Oktober 1921) · p. Seite 85

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Journal
Liberales Judentum
Volume
13 (1921)
Issue
Heft 10-12 (Oktober 1921)
Date
1921-10-01
Page
Seite 85 (sequence 21)
Language
German
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“o Protokoll der erweiterten Vorsiandssitzung der Vereinigung für das liberale Judentum 85 ner spricht dann über die' Persönlichkeit der einzelnen Referenten und wendet sich schließlich entschieden gegen eine Aenderung des Namens der Vereinigung. Dr. Schlesinger', Oppeln,, befürwortet als Zeit der Tagung Ende Januar 1922. Frau I u st i z r a t D o r m i tz e r, Nürnberg, spricht gegen die Abhaltung einer Haupttagung, da in Bayern das Interesse dafür fehle. Letzteres wird von Dr. Baron, München, bestätigt. Lipfchitz, Charlottenburg und Bayer, Breslau, halten die Tagung dagegen für erforderlich. Dr. Vogelstein, Breslau, spricht über die Notwendigkeit eines. aktiven jüdischen Liberalismus und hält die Hauptversammlung für dringend erforderlich. Er wendet sich aber gegen das Thema: Allsgestaltung des Gottesdienstes. Dr Seligsohn, Berlin, tritt den grundsätzlichen Ausführungen des Vorredners bei, befürwortet aber die Beibehaltung des Themas „Gottesdienst" unter gleichzeitiger Mitteilung des am 17. August 1921 beschlossenen Preisausschreibens. R o s e n t h a l, Berlin, wünscht Besprechung der 11 nterrichtsfragen in der Hauptversammlung. D r. S a l o m o n s k i, Frankfurt a. O., spricht gegen das Preisausschreiben zur Schaffung jüdischer Gebete. Er wünscht als Thema „Religiöse Hebung im liberalen Hause". Dr. Geiger, Frankfurt a. M., spricht für Beibehaltung des Themas „Gottesdienst". Auf Antrag Bayer wird die Debatte spezialisiert. I. Hauptversammlung. Zu der Frage des Zeitpunktes wird beschlossen, die endgültige Entscheidung dem Berliner Arbeitsausschuß zu überlassen. Zu der Frage des Kostenersatzes werden | die Vorschläge des Vorsitzenden angenommen, j Zu jedem Punkt der Tagesordnung soll nur ein Referent bestimmt werden. Dr. Lucas, G l o g a u, hält eine eingehendere Besprechung der Organisationsfragen für notwendig. Dr. Kaelter, Danzig, wünscht statt des Punktes „Gottesdienst" das Thema „die Religion des liberalen Judentums". R o s e n th a l wünscht eine Besprechung der doppelten Moral der liberalen Rabbiner und Lehrer, wie sie durch die Haltung der Gemeindeorgane erfordert werde. Dr. Geiger, Frankfurt a. M., hält eine Behandlung des von Dr. S al o m o n 8k i vorgeschlagenen Themas in einer öffentlichen Versammlung für unangebracht. Er widerspricht dem Vorschläge von .Dr. Kaelter. Auch sollten die Verhandlungen nicht öffentlich sein. * Die darauf, vorgenommene Abstimmung ergibt, daß das Thema „Ausgestaltung des Gottesdien st es" mit 13 gegen 4 Stimmen auf die Tagesordnung gesetzt wird. Im übrigen werden die Vorschläge des Vorsitzenden angenommen; alle Abänderungsvorschläge werden ebenso wie das in Aussicht genommene Preisausschreiben abgelehnt. Die Verhandlungen der Hauptversammlung sollen nicht öffentlich sein. Die Festsetzung der öffentlichen Versammlungen wird dem Berliner Arbeitsausschuß überlassen. Als Referenten werden außer Rabbiner Dr. Baeck, Berlin, bestimmt Rabbiner Dr. S alz b erg er, Frankfurt a. M., Erich Bayer, Breslau und Dr. Rudolf Geiger, Frankfurt a. M. H. Zeitungsfrage. ' Der Vorsitzende gibt den Stand der Angelegenheit bekannt. Dr. Geiger, Frankfurt a. M., hält einen neutralen Namen für die Zeitung für erforderlich. Die GemeindenachriHten müssen stark ausgebaut werden. Er gibt zu erwägen» ob man nicht eine G. m. b. H. oder A.-G. für die Zeitung gründen solle. Wolfsohn, Berlin, hält den Namen „Iüdischliberale Zeitung" für den denkbar besten. .Brinitzer, Breslau, widerspricht der Gründung einer A.-G. und verweist auf ein Angebot der Firma Schatzky. Die Zeitung solle die* Fragen der Organisation und der Gemeindepolitik behandeln, die Beilagen dagegen die religiös-wissenschaftlichen Probleme. Die Versammlung beschließt die Gründung einer liberalen Wochenzeitung unter dem Namen: „Iüdisch-liberale-Zeitung", der als monatliche Beilagen „Das liberale Judentum" unter der bisherigen Redaktion und die Mitteilungen der „3li" beigefügt werden sollen. Näheres soll die Zeitungskommission regeln.

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