Liberales Judentum
- Journal
- Liberales Judentum
- Volume
- 13 (1921)
- Issue
- Heft 10-12 (Oktober 1921)
- Date
- 1921-10-01
- Page
- Seite 84 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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34 Protokoll der erweiterten Vorstandssitzung der Vereinigung für das liberale Judentum ° ° gesteigerten religiösen Gefühl des Frommen mit solcher Intensität den Ausdruck gestaltet, daß jedes fühlende- Menschenherz wie unter schützenden Fittigen sich in ihm bergen kann. Zeitenferne und doch Herzensnähe! Der Ewigkeitswert dieser Dichtungen liegt' in dieser Weltenweite des umfassenden Gefühls, das alle Schranken und Grenzen der Religion und Bekenntnisse überschreitet und zu jedem Men? schen spricht. Und selbst jener - „Ungläubige" des modernen Dichters, der sich im Schoße der Allnatur sicher weiß in seiner Ueberzeugung „Mir kann nichts geschehen!" könnte er nicht diesen Psalm des hingebungsvollen Vertrauensandächtig mitbeten? ftundfdiau. Protokoll der erweiterten Vorstandssitzung der Vereinigung für das liberale Judentum in Deutschland am 22. November 1921, 10 Uhr vormittags, im Logenhaus, Kleiststraße 10. Erschienen sind: Rechtsanwalt Heinrich Stern- Berlin, Paul H. Emden-Berlin, Dr.-Julius L. Seligsohn-Berlin, stud. ing. Bruno Woyda-Berlin, Moritz Rosenthal-Berlin, I. Wolfsohn-Berlin, Emil Pincus-Berlin, Frau Rosa Sachs-Berlin, Bildhauer Eugen Easpary-Berlin, Iustizrat Plonsker-Berlin, Ernst Kohn-Charlottenburg, Zahnarzt pi. Lipschütz-Charlottenburg, Frl. Ellen Littmann-Eharlottenburg, Rabbiner Dr. Schreiber-Potsdam, Dr. Rudolf Geiger- Frankfurt a. M., Dr. Salomonski-Frankfurt a. Oder, Isidor Fabian-Königsberg in Preußen, Rabbiner Dr. L. Lucas-Glogau, San.-Rat Dr. Schlesinger-Oppeln, Theodor Meyer-Darmstadt, Dr. Kaelter-Danzig, Prediger Rosenthal-Hörde i. Wests., Rabbiner Dr. Kronheim-Bielefeld, Rabbiner Dr. Vogelstein-Breslau, Erich Bayer-Breslau, Curt Brinitzer-Breslau, Eugen Neustätter-München, Frau Else Dormitzer-Nürnberg, Dr. Baron-München, S. Mainzer-Nürnberg. Der Vorsitzende Rechtsanwalt Heinrich Stern begrüßt die Erschienenen, darunter die neuen Vorstandsmitglieder Emden und Seligsohn, und gedenkt des 70. Geburtstages des Iustizrats Breslauer. Er schlägt als Datum der Hauptversamm-. lung den 2. und 3. Januar 1922 vor und bespricht das beabsichtigte Programm. Rabbiner Dr. Baeck ist bereit, eine Ansprache programmatischer Natur über das -Wesen des liberalen Judentums zu halten. Der Arbeitsausschuß schlägt im übrigen als Programmpunkte vor: 1. Ausgestaltung d e s G o t t e s - dienstes: Rabbiner Dr. Salzberger, Rechtsanwalt Dr. Baerwald, beide Frankfurt am Main. . 2. Stellung zur Jugend: Dr. .Steinthal, Münster, Erich Bayer, Breslau. 3. Gemeindepolitik: Rabbiner Dr. Norden, Elberfeld, Rechtsanwalt Dr. Oesterreich, München öder Rechtsanwalt Nehab, Frankfurt a. M. Dauer der Referate: 15—20 Minuten. Referenten: je 1 Rabbiner un^ 1 Laie. Die' oben aufgesührten Referenten sind lediglich, vorläufige Vorschläge. > . Rabbiner Dr. S e l i g m a n n hat noch andere Themen vorgeschlagen. Der Kassenstand ist günstig und beträgt z. Zt. etwa Mark 75,000.—. Von Breslau stehen noch weitere Mark 40,000.— aus. Der Vorsitzende befürwortet: 1. die Anstellung eines besoldeten Generalsekretärs. 2. den Ersatz von Reisekosten 3. Klasse und Quartiergewährung an die Teilnehmer der Haupttagung. Wie der Vorsitzende weiter'mitteilt, hat die Ortsgruppe Elberfeld als Satzungsänderung eine Namensänderung der Vereinigung vorgeschlagen. J' Dr. Rudolf Geiger, Frankfurt am Main äußert Bedenken, zwei Redner für jedes Thema vorzusehen. Zu Thema 1. genüge als Referent ein Rabbiner und nachher ein Laie als Diskussionsredner; bei Thema 3. wäre es umgekehrt zu halten. Auch bei Thema 2. solle nur ein Redner s/rechen». ob Laie.oder Rabbiner sei gleich. Der Red-