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Liberales Judentum · 1920-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1920) · p. Seite 59

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Journal
Liberales Judentum
Volume
12 (1920)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1920)
Date
1920-07-01
Page
Seite 59 (sequence 11)
Language
German
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tt Bericht über die erweiterte Vorfiandssrtzrmg-d unbedingt notwendig; diese Arbeit ließe sich rchcht nebenher und gelegentlich bewältigen. Der zweite Mangel sei ein innerer, nänrüch der, daß man in der liberalen Bewegung die einAnen Fragen technischer Gemerndepolitik usw., zu stark in den Vordergrund stelle und die positiven Ideale der Bewegung, wie sie im prophetischen Judentum enthalten seien, zu stark in den Hintergrund stelle. Hier müsse durchaus eine Wandlung Antreten, sonst sei die Bewegung nicht in der Lage, die Irgend für sich zu gewinnen. Er beantragt, „der Delegiertentag wolle beschließen: Die Vorstände in de n Ortsgruppen ßnd durchgehend zu verjüngen, zu Leitern derselben find tunlichst Männer zu berufen, welche mit andern Arbeiten möglichst wenig belastet sind." Rabbiner Fuchs, Lhemnitz: Die Klagen des Vorredners darüber, daß der ideale Rern der liberalen Bewegung hintangehalten werde, seien berechtigt. Lin solcher idealer Rern aber sei tatsächlich vorhanden, man müsse ihn nur herausschÄen und in den Vordergrund stelle, es fei der der religiöse Wahrhaftigkeit. Klange weite Kreise des Liberalismus in der Lebensführung und im Gottesdienst für die Beibehaltung von Formen und Gebeten eintreten, an deren innere Berechtigung sie selbst nicht mehr glauben, solange könne eine gedeihliche Entwicklung nicht vor sich gehen. Es müsse ein zündender Aufruf an alle liberalen Juden Deutschlands gerichtet werden, in dem die Forderung der religiösen Wahrhaftigkeit als Ziel der liberalen Beugung dargestellt und alle die, die cm diesem Ziel Mitarbeiten wollen, zu diesem Ziel aufgerufen wurden. Me Besprechung schließt Die Breslauer Anträge werden deM Arbeitsausschuß zur Berücksichtigung uncr baldigen Ausführung überwiesen. Der Antrag Walsch wird angenommen, ebenso der Antrag Fuchs über die Wahl des Vorjrtzenden. Rabbiner Fuchs wird gebeten, einen Aufruf in dem von chm gedachten Sinne zu verfassen. . Vereinig, ft d. lib. Judentum in Deutschland Z9 Der Vorsitzende schließt die Sitzung mit dem nochmaligen Dank an alle Tellnehmer. Die Aussprache habe vielleicht nicht allzuviel positive Beschlüsse zutage gefördert,-ire habe aber insoweit Klärung gebracht, daß. die Mangel unserer Bewegung und die Mittel, wie ihnen abgeholfen würde, allen klar. vor . Augen gestellt seien, wenn alt und . jung, wenn Rabbiner und Laien in der Verwirklichung der in der Versammlung vorgebrachten Forderungen zusammenständen, werde der Erfolg nicht ausbleiben. . : ■ Drinaende Wünsche der Arbeitsgemeinschaft .der Ik: Gründung von Iugendvereinen an Ortsgruppen, wo Hauptvereine bestehen, sonst, wenigstens Bildung von Iugendaruppen. 2. Verpfllchtung der liberalen Rabbiner zur Gründung bezw. Unterstützung von Ile 5. Finanzierung von Neugründungen und jungen Vereinen. % Regelmäßige Versammlung der Hauptvereine. 5. Umgestaltung des „Liberalen Judentums" Ln eine Zeitung mit aktuellem Inhalt 6. Verbindung mit gleichgerichteten Organisationen anderer Länder.' 7. Abfassung von j)ropagandabroschüren^ 6. Regelmäßige Konferenzen mit liberalen Rabbinern s) zur Abfassung eines allgemein giftigen liberalen Gebetbuches, d) zur Abfassung eines Sammelwerkes über ° ' ft religiöse Bedeutung der einzelnen Gesetze, 2. religiöse Bedeutung der Gebräuche, * 5. die ewigen Grundlagen des Judentums. Vor den Feiertagen gemeinsame Versammlrmg der Haupt- und Iugendvereine, in denen der gedankllche Inhalt des Festes, der Gebete und der Gebräuche besprochen wird. * N

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