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Liberales Judentum · 1918-03-01 · Heft 3-4 (März 1918) · p. Seite 26

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Journal
Liberales Judentum
Volume
9/10 (1918)
Issue
Heft 3-4 (März 1918)
Date
1918-03-01
Page
Seite 26 (sequence 10)
Language
German
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„■.., ' . ..... ..... ... . _ Rundschau — Aus der Jugendbewegung iit.te(alter, geboren wurden und ck Heute für das Wesen der Reliion ausgebcn! Der Liberalismus hat die Aufgabe, Rabiner regelmäßig hinüberzuschicken, uni durch »redigt in der Synagoge und durch personlche Fühlungnahme mit den einzelnen maßet» enden Persönlichkeiten in jeder Gemerndr. ie Leute schon ljetzt allmählich zur westnltur zu erziehen, damit nach dem Friedens-- chluß bei einem 'Zusammenprall des Ghettozeistes mit dem Rulturgeist von Westeuropa ücht erhebliche Teile der polnischen Iuden-?eit dem Judentum verloren gehen. Die Rät> biner werden zu ihnen immer davon sprechen müssen, daß man ein moderner RIensch sein kann, ohne darum aufzuhören, ein treuer und ehrlicher Jude zu sein. ^etzt. kommt die Zeit, wo endlich der Vorwurf verstummen muß, daß der Liberalismus nicht praktisch und produktiv arbeitet, wo die Iudenheit dem Liberalismus großen Dank dafür schulden wird, daß er viele Kreise der Iudenheit dem Judentum erhalten hat. Verpassen wir nicht den großen Augenblick. Seien wir eingedenk unserer hohen Aufgaben, und streben wir danach, sie zu erfüllen, ohne uns von irgend einer Seite beirren zu lassen. fomdfehau. Kerlin. Zur Herbeiführung eines einheitlichen Vorgehens bei den Friedensverhandlungen und zur Wahrung der Rechte der Juden des Ostens hat sich ein Zusammenschluß aller großen jüdischen Organisationen Deutschlands vollzogen. Ts sind vertreten: Der Zentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, der Deutsch-Israelitische Gemeindebnnd, der Verband der 'deutschen Juden, die Großloge für Deutschland, die Vereinigung für das liberale Jude n t u m i n D c.u tschland, die Zionistische Vereinigung für Deutschland, der ksilfsverein der deutschen Juden, das Hilfskomitee für die notleidenden ostpreußischen Juden in Frankfurt a. 2N., das 'Komitee für den Osten und die deutsche Vereinigung für die Interessen der osteuropäischen Juden. Als NaMe wurde gewählt: Vereinigung jüdis cher Organisationen Deutschlands zur wahrungderRechteder Iudendes Dstens (VIGD). Rlit den noch nicht angeschlossenen (orthodoxen) Organisationen sind Verhandlungen über einen Zusammenschluß im Gang. Die Grundsätze für die Behandlung der Iudenfrage im Osten und in der Türkei, auf die man sich geeinigt hat, sind: Rechtliche und tatsächliche Gleichberechtigung mit allen Rechten und Pflichten als Staatsbürger; Freiheit der Religionsübung; Recht auf pflege selbständiger jüdischer Kultur; Recht auf freie Tinwanderungund wirtschaftliche Betätigung in allen Teilen der Türkei; Recht auf freie Niederlassung und pflege selbständiger Kultur in Palästina. Zum Vorsitzenden wurde Dr. James Simon gewählt; zu stellvertretenden Vorsitzenden. Geh. Justizrat Tasse! und Professor Dr. Franz Oppenheimer. ÜUL der Jugendbewegung. Uerstündigungsgerneinschaft der jüdischen Jogendorg'rnisatisnen Deutschlands. Berlin Am Dienstag den 5. Rlärz ÜM fand in Berlin nn Kaiserhof eine Zusammenkunft von Delegierten der jüdischen Jugend vereine aller Richtungen statt. Ts waren vertrete,! durch Delegierte der Verband jüdischer 'Jugendvereine, Verband der zionistischen national-jüdischen Jugendorganisationen Deutschlands, die Arbeitsgemeinschaft jüdisch-liberaler Jugendvereine, und auch die Agudas Iisroel, deren Vertreter sich allerdings nur als Gäste, nicht als Delegierte betrachteten. Ts waren ferner außer einer Anzahl hervorragender Persönlichkeiten und Laien, die als Threngäste erschienen waren, vertreten der Zentralvercin deutscher Staatsbürger jüdischer Glaubens, der Verband der deutschen Juden, der deutsch-israelitische Gemeindebund, die Groß-Loge für Deutschland u. a. m.

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