Liberales Judentum
- Journal
- Liberales Judentum
- Volume
- 9 (1917)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1917)
- Date
- 1917-11-01
- Page
- Seite 108 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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103 2. Ml eg i e rt r n vr r sowmlang der jirdisch-liberulrn Jugeudvereiur. werden könne, müsse der Zukunft überlassen bleiben, jedenfalls hätten sich die jli auf ihrem Arbeitsgebiet volle Handlungsfreiheit Vorbehalten. Zln der Erörterung beteiligten sich Dr. Goldniann, Dr. Dienemann, Lachs-Posen, Dr. Breslauer, San.-Rat Dr. Reich, Dr. Schlesinger-Breslau. Den vom Vorsitzenden entwickelten Richtlinien wurde allgemein zugestimmt. £ad]5 regt im Rahmen der Erörterung an, es sei finanzielle Gleichberechtigung der jlis mit den neutralen Vereinen bei den . großen jüdischen Organisationen zu erstreben. Dr. Steinthal tritt dem entgegen, weilman dann auch die Unterstützung zionistischer 'Organisationen in Rauf nehmen müsse, was kaum erstrebenswert sei. Dr. Breslauer wünschte, der Vorstand solle die Arbeitsgenreinschaft bei Aufstellung der kn der verftändigungsgenreinfchaft zu erörternden Theinen nicht präjudizieren. Der Vorsitzende sagt das zu. Eine vonl Vorsitzenden und Dr. Goldman)'. vorgelegte Entfchlie ß u n g wird, , nachdem ein Satz unter allseitigem Einverständnis falten gelasseil ist, in folgender Fassung angenommen: „D i e A r b e i t 5 g e in e i n s ch a f t d e r . l i b e r a l e n j n g e n d v e r e i n e i st grundsätzlich für eine verstandig u n g mit a l l e il andern jüdi s ch e n jngendorganisationen, darnit i n allen einigenden Fragen ein g e - s ch t o s s e rr e s Auftreten n a ch d u ß e n erinöglicht und häßlicher Parteikampf im Innern vermieden wird. Von dein Beitritt 5u d er zu bildenden losen v e r e i n.i g u n g wird sie freilich keineswegs ihre Sonderbestrebungen beeinflus- - e n l a s s e n n n d i n s b e f 0 n d e r e n i ch t ihrer Propaganda andere IVege weisen als bisher." Es° Wlrd'beschlvfsen, Punkt der Tagesordnung vor Punkt 3 zu verhandeln. IV. Zu Punkt % liegen zwei Dringlichkeüsaniräge des Breslauer jli vor, deren erster in Absatz { Oerausgabe monatlicher .Mitteilungen" der Arbeitsgemeinschaft erstrebt, ün Absatz 2 verlailgt, daß Einräumung eines größeren Raumes für jüdische Tagesfrageil in der Zeitschrift „Liberales judenturn" erwirkt wird. Der zweite Antrag fordert baldige Oerausgabe geeigneter werbeschrifterl. ' All Stelle des Antrags {2Lbf. \ beantragt Dr. Breslauer die Herausgabe wesentlich auf den Bericht über die Tätigkeit uut> Entwicklung der Verbalidsvereine beschränkter Mitteilungen, unter Redaktiorl und Vertrieb des Breslauer jli. Lin 2bltrag Ivaldstein rM die Herausgabe von Mitteilungen grundsätzlich beschließen, die Durchführung aber dem vorstarld überlassen. Berger begründet beide Anträge des Breslauer Vereins. Die Erörterung wendet sich wesentlich dern ersten Antrag nebst den Abänderuilgsanträgen dazu zu. jn der Erörterung wendet sich der Vorsitzende gegen alle Anträge ans Herausgabe einer Zeitschrift, justizrat Berger befürwortet den Breslauer Alltrag, Lachs ist gegen eine Zeitung überhaupt, er wünscht . Versendung der Monatsschrift „Liberales judentunr" an die Rlit glieder aller Ortsvereille. Der Vorsitzende bemerkt hierzu, daß solche verselldnng bereits all alle Vereine erfolge, die für jedes Mit glied Beitrag zahlen. Es beteiligen sich all den Erörterungen ferner Dr. Dienemann (ge gen eine verbarldszeitschrift), Maldstein (für Begrüildullg seines Eintrages), San.-Rat Dr. Reich (gegen Oerausgabe von Mitteilungell überhaupt). Simon (für die Anregung Lachs), Dr. Breslauer (zur Begründung.seines Antrages). Der erste Dringlichkeitsantrag des jli Breslau wird zugunsten des Antrages Dr. Breslauer zurückgezogen. jn der Abstimmung wird der Antrag IValdftein mit \2 gegen S Stimmen angenom men, der Antrag Dr. Breslauer mit (0 gegen ft. Stirnmen abgelehnt. Der angenommene Antrag waldftein lautet: „Der Delegierten tag der Arbeitsgemeinschaft .jüdisch-libe räler jngend vor eine beschließ.! die Oer.ausgabe regelmäßiger Mitteilungen. Die Ausführung b l e i b L. d e m v 0 r st a n d der A r b e i t s ge mein schuft überlassen." Erörterung und Beschlußfassimg zun' zweiterl Antrag Breslau wird allf Bach mittag vertagt.