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Liberales Judentum · 1917-03-01 · Heft 3-4 (März 1917) · p. Seite 45

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Liberales Judentum
Volume
9 (1917)
Issue
Heft 3-4 (März 1917)
Date
1917-03-01
Page
Seite 45 (sequence 21)
Language
German
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o o o o Aus der Jugendbewegung 4.:. Mertlicher £iitfd;lu'^nna bleibt 05 Vorbehalten, außerdem di? ,\raac der kör V*oi'fid>'n Lrziebnng in den Kreis der Aufgaben zu ziehen. 5. Die Arbeitsgemeinschaft soll einen Dar stand haben. Den Darstand 'bilden: a) je ein Vertreter der angeschlossenen Vereine, bl eine, vom Darstand der Vereinigung für das liberale Iudentunl in Deutschland beauftragte Persönlichkeit, e) Personen, die van der 2lrbeitsgemeinschaft auf Grund persönlichen Vertrauens gewählt werden. 4. Aufgabe des Vorstandes ist es vornebmlich, auf die Tätigkeit in den einzelnen Vereinen anregend zu wirken. Gr bat das 21echt, die Durchführung der satzungsgemäßen Ilnfgaben in den einzelnen Vereinen zu überwachen. Irrdisch-librralrr Jugendverein zu Berlin. In der ordentlichen Alitgliederversanunlung des jüdisch-liberalen Ingendvereins zu Berlin am \2. Februar U)l7 "gedachte der derzeitige Letter des Vereins, berr 21obert lurschseld, zunächst der seit der letzten Mitgliederversammlung verstorbenen Mita'wder. dlut den; Felde der Lbre sind gefallen: Unsere rührigen Vorstandsmitglieder Lmil Bernstein und Kurt Zadig, deren Ivirken mit besonders warmen IVorten gedacht wurde, und die berren Albert hinaus und Kurt Thernal. Außerdem sind unsere außerordentlichen Mitglieder ^ouis Sachs und Sanitätsrat Dr. Rosenberg gestorben, die stets mit regeln Lifer an unseren Bestrebungen und auch häufig an unseren Sitzungen teilgen.onnnen haben. Ivir haben den Angehörigen unser aufrichtiges Beileid ausgesprochen, und werden den Da-!.ingeschiedenen ein treues Andenken bewahren. Zum eigentlichen Bericht übergehend bedauerte berr birschfeld, daß durch die Kriegsercignisse und den dadurch bedingten wiederholten Ivcchsel in der Leitung des Vereins die Akten-. und Mitgliederliste nur unvollständig find. Die Zahl der Mitglieder betrug Atttte etwa 200, don denen mehr als 4Ö zu den Fahnen einberufenfind. Von sehr - vielen Ginberufenen sind uns leider die Adressen nicht bekannt. Ivir haben, soweit wir könnten, unser« Feldgrauen l'äufig pakete mit körperlicher und geistiger Vabrnng gesandt. Ausgeschieden oder verzogen sind etwa 20 Mitglieder. Der verstand setzte sich zusammen aus: Dr. Fritz Steinthal, \. Vorsitzender, Dipl. Ingenieur Dr. Blaschke, 2. Vorsitzender, Gm'.l Bernstein, Schriftführer, Frl. Schöneberger, 2. Schriftführerin, Frl. Bndwig, Kassiererin, 'Kurt Zadig, 2. Kassierer, Dr.1v. Breslauer und Dr. I. Ivertheim, Beisitzer. von diesen legte Fräulein Budwig hei ihrer verheiratmig ihr Amt nieder, die übrigen berren, mit Ausnahme von Dr. Breslauer wurden zum beere einherufcn, fodaß der Vorstand nur noch aus.2 Personen bestand. Da die Schwierigkeiten in der Geschäftsleitung sehr groß wurden, übernahm im April 19^6 hserr birschfeld die Leitung des Vereins, ohne in den Vorstand einzutreten. von größeren Veranstaltungen fand nur eine Versammlung statt, in der berr Habbiuer Dr. Seligmann-Frankfurt über „Die göttliche Iveltordnung und der Krieg" sprach. Außerdem wurden folgende Vorträge gehalten: Dr. Steinchal: „Der jüdische Krieg." 'Fräulein Schönberger: „Gabriel Riesser." berr bsirsch- Jeld: „Islam und Judentum." Dr. Blaschke : „Kriegserlebnisse." Justizrat Breslauer: ,,Die jüdischen Parteien während des Burgfriedens." Generalsekretär Dr. Kahn: „Der Krieg und die Gstjnden." .; Die Geselligkeit wurde gepflegt durch Veranstaltung einiger Ausflüge, die aber nur schwach besucht waren. Unter demselben Klangel litt auch ein Besuch des 2. Ivaifenhauses der jüdischen Gemeinde in panfoir», bei dein berr Direktor Grunwald in liebenswürdigster IVeise die Besucher durch das Gebäude führte und ihnen über die Geschichte 1111b den Zweck des bauses eingehend Mitteilung machte. Vach Ilebernahme der Leitung des Vereins durch berrn birschfeld fanden folgende Veranstaltungen statt: Vorträge hielten: berr birschfeld über: „Die Aufgaben der iüdischliberalen Jugendbewegung" und „Indische Lrziehungsfragen." De. Fleischer: „Die neueste Literatur über die Mstjuden." Verlags buchbändlcr Fracnkel: „Die Juden , in der .jüngstdeutschen Literatur." Bankdirektor G.nsberg: „Gigene Erlebnisse in serbischer Krregsger'angensäzaft." Rentier Isidor icvvz „Ans alten Kriegszeiten." (Ut de Franzosentied.) Frau Rosenthal-Budwig: „Leopold Zunz und seine

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