Liberales Judentum
- Journal
- Liberales Judentum
- Volume
- 9 (1917)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1917)
- Date
- 1917-03-01
- Page
- Seite 43 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Aus der JugruLbrwrgnng 4.'! 1 beiten während des Krieges schon deshalb unabweislich sei, um den 'Tausenden aus dem Feld heimkehrenden, än Jüdischen sDingen weit mehr als vordem interessierten jüdischen Rriegern etwas zu bieten, was sie dauernd an das Judentum fesselt, hinsichtlich der Mrganisationstätigkeit in der hrovinz Hosen zeigte die an den Vortrag des Generalsekretärs sich anschließende lebhafte Erörterung, daß die zu leistende Arbeit angesichts der erforderlichen Eindringlichkeit und Schwierig- Aus der Jugendbewegung. Ire Tagung von Vertretern der züdrfchliberaten Jugendvereine Arutfchlands in Kosen um 28. Januar 1917. Eindrücke von George Goetz-Hamburg. 21m 27. Januar abends fanden sich im Hotel Friedrichshof zu Hosen bereits verschiedene Teilnehmer der Tagung zusammen. Ich lernte dort die aus Berlin erschienenen Delegierten kennen: Herrn Robert Hirschfeld, Frau Altmann, Herrn Fritz Thovke und Fräulein Schönberg. Während wir gemeinsam unser Abendbrot verzehrten, erschienen in Begleitung von Herrn und Fräulein Simon sowie Fräulein Iacobsohn-hosen die Breslauer Gäste: Herr Berger, Herr Ba^er, -Herr Dx. Schweitzer und Fräulein Cattner. Ivir gingen noch ein wenig ins Kaffee, wo wir einige Vertreter des Vereins liberaler Juden zu Hosen trafen, die von einer Veranstaltung ihres Vereins kamen, Herrn Iustizrat Dr. Kämpfer, Herrn Kommerzienrat Hainburger und außerdem den Generalsekretär der Vereinigung für das liberale Judentum in Deutschland, Herrn Rechtsanwalt Stern-Berlin. Man war nodj eine Weile fröhlich beisammen, einige Herren und Damen verabredeten sich zu einer kurze,; Wagenfahrt für den nächsten -Morgen in der richtigen Voraussetzung, daß auf der Tagung so viel zu besprechen sein würde, daß nach ihrer Eröffnung keine Zeit mehr sein würde, die vornehme uirtf elegante Stadt Hosen und ihre mannigfaltigen Sehenswürdigkeiten in Augenschein zu nehmen. Am Vormittag des 28. Januar kurz nach JO Uhr wurde im kleinen Saal des Hotel Hrtedrichshof die Versammlung durch Herrn keik von der Ortsgruppe Hosen nicht geleiste! werden kann, sondern besondere Kräfte erfordert. Auch die Fragen des Gemeindepro grammes und des neuen Gebetbuches der liberalen Vereinigung, sowie - ihre Stellungnahme zu einem jüdischen Grganisationsgesetz und zu den jüdischen neutralen Iugend-j vereinen sowie die Bedeutung der Jugendorganisationen überhaupt wurden erörtert, Mit dem festen Entschluß zu weiterer intensiven Arbeit ging man auseinander. Dr. K. b; ne c. ih ar V* di :5i la ei ni Artur Simon-Hosen eröffnet. Außer den bereits genannten Vertretern des Berliner, Hamburger, Breslauer und hosener Vereins nahmen an der versa,nmlung noch teil herr'^ Rabbiner hrofessor Dr. Bloch-Hosen, Rab- - biner Dr. Goldnrann-Gxpeln und Rabbiner Dr. Steinthal, letzterer in .der uns allen bekannten Uniform des Feldrabbiners. Es wäre,! 11 als Zuhörer noch eine ganze Reihe von Mitgliedern des hosener Ili erschienen, und es muß als Zeichen der Zeit erwähnt werden, daß diese Zuhörer sämtlich weiblichen Geschlechts waren, da die Herren des hosener Vereins mit Ausnahme des genannten Herrn Simon alle im Felde sind. Schon aus den Begrüßungsansprachen, die von de,n Vertreter unserer Gastgeber, Herrn Simon, und von dem Vertreter der Vereinigung für das liberale Judentum, Herrn Generalsekretär Rechtsanwalt Stern, gehalten wurden, wehte uns der frische Zug gehobener Stinnnung entgegen, die von der großen Idee des Zusannnenschlusses der bestehenden jüdisch-liberalen Iugendvereine zu einer Arbeitsgemeinsckraft ausging. Soll dieser' Zusammenschluß doch dazu bestimmt sein, dem liberalen Judentum unter der Jugend, die die Zukunft bedeutet, größere Ausdehnung und innigere Hingebung zu verschaffen, von 1 dieser Hingebung legte Zeugnis ab die Unermüdlichkeit und Unverdrossenheit, mit der alle Teilnehmer dem Gang der Verhandlungen folgten. Es war eine außerordentlich umfangreiche Tagesordnung zu erledigen, und im Anschluß an hie einzelnen Referate ergaben sich innner neue Einzelpnnkte. die besprochen werden nmßten. Die Versammlung dauerte infolgedessen von \0 Uhr vormittags bis -um Nach,nittag um p Uhr. Wer einmal einer ähnlichen Versa,nmlung beigewohnt Hatz kann