Liberales Judentum
- Journal
- Liberales Judentum
- Volume
- 9 (1917)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1917)
- Date
- 1917-01-01
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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o o 0 Nund schau 1:'. <auu ihr uns. Mir lnotten’s nicht ertrugen. Mas taten wir, daß man uns.das getan? Mic durftet ihr nach dem Bekenntnis fragen? Mir fragten nicht in jenen hohen Tagen: Für's Vaterland ward's ungefragt getan. Und wenn einst der Geschichte Urteil spricht, Seid ihr's, nickt wir, die man zu leicht befand: Mir aber fcheu'n der Mahrheit Gelle nicht, Die leuchtend aus der Nacht der Zeiten bricht: Mir schreiten aufrecht in der Zukunft £anv>. Genr. Fürt h. Kunctsäiau. Frankfurt a. M. Freisinniger Verein für jüdisches Gemeindeleben. Am Samstag, den so. Januar d. I. fand eine ordentliche Ülitgliederversammlung statt, in weicher Gerr 2Iechtsanwalt G. St er n aas Berlin sich als Generalsekretär der Vereinigung für das liberale Judentum in Deutschland vorstellte und einen mit großem allseitigen Beifall aufgenommenen Vortrag hielt über „Aufgaben und Ziele des Liberalismus im Judentum in Gegenwart uno Zukunft." An den Vortrag schloß sich eine außerordentlich angeregte und interessante Debatte, an welcher sich die Herren Dr. Ed. Baerwald, Justizrat Dr. Auerbach. Dr. -Und. Geiger, Direktor Dr. Adler, Rabbiner Dr. Seligmann und Kantor Meißmann beteiligten. Eröffnet wurde die Versammlung durch eine Ansprache des Vorsitzenden Sanitätsrat Dr. Baerwald, der in warmen Morten den neuen Generalsekretär begrüßte und ein engeres Zusammenarbeiten des Frankfurter Vereins mit der großen Vereinigung in Deutschland in Aussicht stellte. Der Frankfurter Verein soll in Zukunft neben seinem offiziellen Namen den Untertitel tragen „Ortsgruppe der Vereinigung für das liberaleIudentum inDeutfchland."Eine rege und tatkräftige Propaganda vurde von dem Vorsitzenden im Anschluß au den Vortrag und die Diskussion in Aussicht gestellt. Gerr Milh. Theod. Stern erstattete den IU i f c ~i I* c 11 t und Gerr Dr. Nud. Geiger den allgemeinen Jahresbericht. Aus diesem mögen die wichtigsten Stücke hier eine Stelle finden: Die Tätigkeit des Vereins war, wie im vorigen Jahr, durch den Urieg wesentlich beeinflußt insofern, als von einer größeren Tätigkeit in der Oeffentlichkeit, insbesondere von der Abhaltung von Versammlungen abgesehen werden mußte. Dagegen waren der Vorstand und der Ausschuß nach vielen Nichtungen hin außerordentlich tätig. " ' \. In der letzten Generalversammlung vom 25. November sHlö war für die bevorstehenden Ausschußwahlen beschlossen worden, namens des Freisinnigen Vereins die Herren Dr. Richard UI e r z b a ch und Arthur F o r ch- E h e i m e r in Vorschlag zu bringen, auch war die von dem Zentralverein vorgeschlagene Kandidatur akzeptiert worden. Die Mahl fand im Dezember vorigen ] Jahres statt und die drei Kandidaten wurden 1 einstimmig zu Ausschußmitgliedern gewählt. j Das Stimmenverhältnis im Gemeindeausschuß, in welchen! nach wie vor fünf liberale und! vier konservative Gemeindemitglieder sitzen, ist sonach dasselbe geblieben. 2. Des Meitcren hat die letzte Generalversannnlung auf Grund einer seitens des Gerrn Professor Gräfenberg ausgesprochenen Anregung, sich mit der Frage befaßt, in welcher Meise der in Frankfurt bei der Anstellung j jüdischer Lehrer an den städtischen Schulen^ cingerissenen Zurücksetzung begegnet werden könne. Die Generalversammlung hat die Angelegenheit an den Vorstand zur weiteren Erwägung überwiesen. Entsprechend diesem Beschlüsse hat sich der Vorstand in seiner Sitzung vom 9- Dezember Wo mit der Angelegenheit »