Liberales Judentum
- Journal
- Liberales Judentum
- Volume
- 6 (1914)
- Issue
- Heft 9 (September 1914)
- Date
- 1914-09-01
- Page
- Seite 195 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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o o -o o Gedicht: Imrgdeutschtand — Rundschau: Areslau 195 die sich als Feldgeistliche zur Verfügung gestellt hatten, wurden zunächst Dr. Baeck-- Berlin, Dr. Italiener-Darmstadt, Dr. Zlrthur Levy-Berlin, Dr. Emil Levy-Berlin, Dr. Salzberger-Frankfurt a. Dt. und Dr. Wilde-Magdeburg mit der Seelsorge der Feldarmee betraut. Die genannten Herren sind bereits zur Armee ausgerückt. Iungäeut5cklan<j. Vorwärts! drauf! mit fliegenden Fahnen! Suchet und findet die Wege der Ahnen, Feurigen Mutes betretet die Felder, Heiligen Zornes durchstürmet die Wälder, Rächenden Armes durchfurchet die Fluren, Folget als Melden den glorreichen Spuren, Tapfer entflammt und begeistert zu Hanf', Viel Feind' — viel Ehr' — Marsch, Marsch, Hurra und drauf! August Henrv Hoffstaedt, Berlin. t^unäsäiau. Jüdisch-liberalerJugendverrin zu Areslau. Der Sommer wurde von der Vereinsleitung durch zahlreiche Zusammenkünfte auf der Liebichshöhe und durch einen größeren Ausflug (nach Rottwitz) ausgenutzt. Die Zusammenkünfte fanden jeden Dienstag unter großer Beteiligung statt. Sie hatten den Zweck die Mitglieder einander näher zu bringen, um so ein erhöhtes vereinsinteresse zu ermöglichen. — Natürlich wurde auch Wert darauf gelegt, die geistigen Interessen'des Vereins zu pflegen und zu fördern. Wichtig für unsere Entwicklung ist die Gründung zweier Gruppen in unserem Verein. Wurde eine „Bibelgruppe" gegründet, die unter Leitung eines bewährten Theologen eine ganze Menge Arbeit bewältigen konnte. 2. Wurde eine „Studiengruppe für religiöse Fragen" gegründet, Hier wurden die Fragen über die Bedeutung des Judentums in eingehender Weise behandelt, und auch hier sind große Erfolge zu verzeichnen. Während der Vereinsvorstand ein festes, großzügiges Winter-j)rogramm aufgestellt hatte und sogar mit namhaften auswärtigen Redner behufs Uebernahme von Referaten in Verbindung getreten war, setzte der Weltkrieg ein. Ein großer Teil unserer Mitglieder eilte zu den Fahnen, andere stellten sich den Behörden freiwillig zur Verfügung, so daß unsere Reihen stark gelichtet sind. Trotz der ernsten Zeit soll die Verein-!- tätigkeit *m kleinen^ Rahmen wieder ausgenommen werden. Rurze Referate sind in Aussicht genommen. An dieser Stelle sei noch mitgeteilt, daß der Vereinsvorstand beschlossen hat, von einem Wintervergnügen Abstand zu nehmen und aus den hierfür bewilligten Rosten „50 Mark" dem Roten Rreuz zu überweisen.