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Liberales Judentum · 1913-08-01 · Heft 8 (August 1913) · p. Seite 191

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Journal
Liberales Judentum
Volume
5 (1913)
Issue
Heft 8 (August 1913)
Date
1913-08-01
Page
Seite 191 (sequence 23)
Language
German
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0 o o o Sücherscharr — Rundschau 191 Lüctiertäiau. bericktigung. In der liebenswürdigen Besprechung meiner Schrift „1s. Heine als Dichter des Judentums" wird auf meine Rezension des Buches von j) uetzfeld (in der Allg. Ztg. d. Judentums) Bezug genommen. Dies Buch ist aber betitelt „Heine's Verhältnis zur Religion" (nicht: zum Judentum), und es fehlte seinem Autor insofern an Geistigkeit, als die Behandlung dieses heikeln Stoffes gründliche religionsphilosophische Schulung erfordert hätte, die sich sowohl auf die Antike, als auf Judentum und Lhristentum beziehen müßte. Da mir eine solche durchaus fehlt, für meine Absichten auch kaum in Betracht kam, darf ich eine Lösung der j)uetzfeld'scheu Aufgabe, die eben noch „auf einen geistigen Bearbeiter wartet", in keiner Weise für mich in Anspruch nehmen. Georg I. plotke. Frau Henriette Fürth, Frankfurt a. RI., Baumweg 57 schreibt uns, daß ihr Gedichtbuch „Vineta" nicht im Buchhandel, sondern nur durch sie selbst zu haben ist. Rundfchau. Unter dem Titel: „Gin bezeichnendes Zirkular" schreibt die Israelitische Wochenschrift in ihrer Nummer 28 vom (0. Juli *9*3: Der Wind weht uns das folgende Schriftstück auf den Redaktionstisch. Ts wäre schade, wenn dasselbe, das die Macher der Separatisten-Grthodoxie charakterisiert, der Oeffentlichkeit so ängstlich verborgen bliebe, wie die Unterzeichner es wünschen. Berlin N. 5^, den 25. Juni *9*3. St reng vertraulich! Sehr geehrter Herr! Sie hatten die Güte, Ihre wertvolle Kraft der Bekämpfung der nachteiligen Folgen der „Richtlinien" zur Verfügung zu stellen. Wenn nicht alle Anzeichen trügen, hebt der Kampf bald wieder an. Wie wir hören, wollen die Abfasser der „Richtlinien", demnächst einige Verteidigungsschriften in Massen vertreiben. Dem gegenüber müssen wir vorbereitet sein; es werden von uns auch..schon Gegenschriften vorbereitet. Aber für Druck, Versendung, Versammlungen usw. werden große Summen gebraucht werden. Wir bitten Sie recht herzlich, energisch hierfür tätig zu sein und die von Ihnen gesammelten Gelder dem Mitunterzeichneten Iwan Salomon, i. Fa. Heinr. Frank, Berlin N. 5^, Brunnenstraße 22 zngehen zu lassen. Sie wissen selbst, daß — in den letzten Jahrzehnten jedenfalls — kein gefährlicherer Angriff auf das glaubenstreue Judentum erfolgt ist, als wie er durch die „Richtlinien" verübt worden ist. Lines Anspornes zu Ihrer Mitarbeit bedarf es deshalb wohl kaum. Hochachtungsvollst D r. M. 1) i l d e s h e i m e r. A r t h u r Marcus. Iwan S a l o m o n. Auguststraße 2ch Weilburg, den 2. Juli *9*3. Wie vorauszusehen war, sind die „Richtlinien" auf dem Bezirkstag der freien Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums Gegenstand der schwersten Angriffe gewesen; was ich darauf erwiderte, war ungefähr Folgendes: Der Vorredner hat den Liberalismus verhöhnt und die Väter der Richtlinien als Ketzer gebrandmarkt. Dies ist eine unerhörte Anmaßung; das echte Judentum, behauptet der .Referent, sei nur in der Orthodoxie, während die liberalen Rabbiner nur eine subjektive Religion lehrten; die Richtlinien seien unlogisch, inkonsequent und führen zur Auflösung des Judentums; nein Sie, die sogenannten Gesetzestreuen selbst, sind inkonse-! quent, denken und handeln nicht folgerichtig.

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