Liberales Judentum
- Journal
- Liberales Judentum
- Volume
- 2 (1910)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1910)
- Date
- 1910-08-01
- Page
- Seite 178 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 99% known words query
- IRI
…/3126481-3126526-3126534--0597-3127381- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
178 O O 0 o Are Nürnberger Versammlung — Protokoll sei Klarheit vorhanden, und was die Breslauer Ortsgruppe anbetreffe, so werde sie in Zukunft ihrer Verpflichtung vollauf Nachkommen. Benas Levy-B.erlin: In Berlin bestehen dieselben Schwierigkeiten wie in Frankfurt a. M. und in den anderen Städten nnt Ortsgruppen; aber trotzdem der Berliner Verein sehr große Summen für die Repräsentanten-Wahlen in diesem Jahre aufzubringen habe, werde er doch, wie bisher immer /einen Beitrag und zwar Alk. 3.— pro Mitglied des Vereins an die Kasse der Vereinigung bezahlen. Wohl wären viel Mitglieder des Vereins vorhanden, die nur Mk. 2.— oder Mk. — an den verein gezahlt haben, da habe der verein diese aufgefordert, in Einsicht darauf, daß die Kasse des Vereins Mk. 3.— für jedes ihrer Mitglieder als Entschädigung für die Monatsschrift zahlen müsse, den Beitrag auf Mk. 5.—, Mk. — oder wenigstens Mk. 3.— zu erhöhen. Diesem Ersuchen sei von den meisten stattgegeben worden. Er empfehle dies Verfahren 'in anderen Grtsvereinen zur Nachahmung. Der verein müsse einen Grundstock haben für seine Tätigkeit in der Gemeinde und einen Grundstock für die Beiträge zur Vereinigung. Die Bestrebungen der Vereinigung seien so idealer Art, und für die Zukunft von so hohem Wert, daß bei Sammlungen und bei Werbungen für diese Sache sehr viel zu erhalten sein werde. Der Vorsitzende: Er gebe wohl zu, daß in Töln die Verhältnisse sehr schwierig seien. In Frankfurt a. M. dagegen hätte viel mehr geschehen können. Die bayerischen Vereine haben wenigstens den Ausfall durch Extra-Beiträge gedeckt. Albert Landauer-München: Es sei von Anfang an vom Vorstand insofern ein Fehler gemacht worden, als man den Mindestbeitrag der Zahlungen der Grtsvereine, auch der bayerischen Vereine, nicht auf Mk. 3.— pro Kopf angesetzt habe. Das dadurch entstandene Defizit müsse nun auf andere Weise gedeckt werden. Der Vorsitzende: Ohne eine feste Basis sei nichts zu machen. Diese müsse Mk. 3.— pro Kopf sein. Dies sei auch den Herren in Bayern gesagt worden; die bayrischen Herren aber haben erklärt, daß sie nicht mehr als Mk. 2.— zahlen könnten, und es hätte nichts genützt, wenn der Vorstand auf seiner Forderung bestanden hätte. Direktor Gombrich-Nürnb erg. konstatiert, daß Nürnberg das Seine getan habe. Es könne jedoch nicht bei Mk. 2.— pro Kopf bleiben und Nürnberg werde fortab einen größeren Beitrag abliefern. Der Vorsitzende verliest ein Telegramm, welches inzwischen vom Liberalen Verein für die Angelegenheiten der jüdischen Gemeinde zu Berlin eingetroffen ist: „Der Verein sendet den heute versammelten Freunden und Mitkämpfern herzliche Grüße und wünscht der heutigen Tagung gedeihlichen Erfolg. pforts^er." Ferner ein Telegramm der Ortsgruppe Oppeln: „Einen schönen Verlauf und viele Erfolge wünscht der heutigen Versammlung, die Ortsgruppe Oppeln. Goldmann." Endlich ein Telegramm der Ortsgruppe Saarbrücken: „Leider am Erscheinen verhindert^ entbietet allen Teilnehmern Gruß, wünscht besten verlauf.und segensreiche Beschlüsse,. Ortsgruppe Saarbrücken. Hermann Köster." Rechtsanwalt Dr. ' Geiger- Frankfurt a. M.: Mk. 3.— pro Kopf könne der Liberale Verein Frankfurt nicht bezahlen. Sollte ein dahingehender Beschluß angenommen werden, dann werde Frankfurt ihm nicht Nachkommen können. Er bean-