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Liberales Judentum · 1910-08-01 · Heft 8-9 (August 1910) · p. Seite 177

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Journal
Liberales Judentum
Volume
2 (1910)
Issue
Heft 8-9 (August 1910)
Date
1910-08-01
Page
Seite 177 (sequence 9)
Language
German
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177 Are Nürnberger Versammlung — Protokoll Zahr, zu einer Versammlung zusammenrufen. — Der Vorsitzende bemerkt hierzu: Die Bildung von provinzial-verbänden scheint noch etwas verfrüht, weil noch nicht genügend Vertrauensmänner vorhanden seien. Lr sei dafür, daß man jetzt wohl Versuchen könne, einzelne Ortsgruppen, die -auf gleicher Basis stehen, zu einem kleinen Verbände zu vereinen, aber dies dürfe einstweilen nur ausnahmsweise geschehen, was das Normal-Statut anbetreffe, so bitte er, die Ausarbeitung eines solchen dem Vorstande zu überlassen. Nachdem noch Fleischmann-Fürth und Dr. Norden-Llberfeld für Einrichtung von provinzial - Verbänden gesprochen, Dr. Lreudenthal-Nürnberg und Dr. Raelter-Danzig solche provinzial-Verbände für verfrüht erklärt haben, faßt der Vorsitzende das Resultat der Besprechung dahin zusammen, daß die Versammlung eine Ausarbeitung des Normal-Statuts dem Vorstände überläßt und da, ivo provinzial-Verbände errichtet werden können, Anregung dazu ergehen soll. Ls erhebt sich kein Widerspruch. Der Vorsitzende eröffnet die Besprechungen über die Kaffe und führt dabei aus: Lin einheitlicher Modus der Beitragszahlungen an die Vereinskasse müsse geschaffen werden. Die Rosten der Zeitung betragen Mk. 2,^0 für jedes Mitglied. Die Basis der Beitragszahlungen müsse unbedingt Mk. 3.— pro Ropf sein. Ortsgruppen, die als Mindestbeitrag Mk. l-— oder Mk. .2.— festgesetzt haben, müssen den Fehlbetrag bei Ablieferung an die Vereinskasse auf irgend eine Art ergänzen, sei es durch Mehrbelastung der besser gestellten Mitglieder oder durch eine Sammlung freiwilliger Beiträge. Bruno Heidenheim-Töln: Der Liberale Verein Töln habe keine Mittel; die ^Beiträge, die gezahlt werden, seien äußerst gering und werden durch Unkosten in der Gemeinde, insbesondere bei den Repräsentanten-wahlen vollständig aufgebraucht, ja sie reichten nicht einmal hierzu aus. Der Liberalismus in Töln sei eben infolge persönlicher Einflüsse sehr zurückhaltend und bedürfe stärkerer Anregung von auswärts her. Der Vorsitzende erkennt dies an. — Lr teilt alsdann mit, daß inzwischen ein Telegramm von Zustizrat Bauer-Augsburg aus Langenschwalbach eingetroffen sei, in welchem dieser bedauert, der Tagung fernbleiben zu müssen und viele wünsche für deren Verlauf nebst treuen Grüßen sendet. Ferner sei ein Schreiben des Herrn Professor Rabbiner Dr. Gottlieb Rlein-Stockholm aus Neuenahr eingegangen, in welchem dieser gleichfalls bedauert, nicht an der Versammlung teilnehmen zu können und von Herzen wünscht, daß die Arbeit, die im Namen des Gottes der Wahrheit vollführt werde, eine gesegnete sein möge. Zn der Beratung fährt sodann Rechtsanwalt Dr. Geiger- Frankfurt a. M. fort: Die Ortsvereine können nicht Mk. 3.— pro Kopf bezahlen. Ls fei eine irrige Annahme des Vorstandes, wenn er meine, daß die Grtsvereine für jedes ihrer Mitglieder Mk. 3.— zahlen wollten. Man solle mehr Propaganda machen, um mehr Mitglieder zu erhalten und dann das Defizit nach und nach decken. Der Vorsitzende weift die Behauptung, daß der Vorstand von irrigen Voraussetzungen ausgegangen sei, zurück. Die Grtsvereine seien von vornherein als Ortsgruppen bestimmt und mit Mk. 3.— pro Mitglied angesetzt worden. Die Zeitschrift sei auch jedem Mitglied der Ortsgruppe zugestellt worden. Sanitätsrat Dr. Reich-Breslau: Ls habe bis jetzt ein Zwiespalt der Meinungen über das Verhältnis der Ortsvereine zur Vereinigung geherrscht. Jetzt

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