Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- 37. für das Schlujahr 1913-1914 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- Seite 2 (sequence 8)
- Language
- German
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2 Einleitung* Natur der Sache nach auch kein einheitliches Gepräge an sich trägt, so tritt uns in ihr dennoch eine vermöge der gleichen Einführungsformel einheitliche Gruppe agadischer Überlieferungen entgegen. Diese Gruppe scheidet sich in zwei große Abteilungen. Zu der einen Abteilung gehören diejenigen agadischen Überlieferungen, in denen die Ansicht der Gelehrten der der einzelnen mit Namen genannten Autoritäten gegenübersteht. Die andere Abteilung bilden die für sich ohne Gegenüberstellung von Einzelaussprüchen als von den Gelehrten herrührend überlieferten Agadasätze. Nach, diesen zwei Abteilungen gesondert, werden die Agadasätze der Gelehrten hier vorgeführt werden und zwar: in der ersten Abteilung zuerst die tannaitischen, dann die amoräischen Kontroversen» in chronologischer Reihenfolge; die zweite Abteilung hält sich an die Reihenfolge der biblischen Bücher und am Schlüsse an den inhaltlichen Charakter der nicht rein exegetischen Agadasätze. I. Unter den tannaitischen Kontroversen, in denen neben der Ansicht eines Einzelnen die der Gelehrten überliefert ist, stehen in vorderster Reihe, der Zahl nach etwa die Hälfte der gesamten Beispiele umfassend, diejenigen, in welchen die Gelehrten an dritter Stelle nach dem Tannaitenpaare Jehuda und Nechemja genannt sind. Die Kontroversen dieser Schule Akibas gehörten zu den bevorzugten Stoffen der agadischen Überlieferung, aus welcher dieselben in die verschiedenen Midraschwerke gelangten. In den Fällen, in denen außer den beiden Meinungen Jehudas und Nechemjas auch die der Gelehrten mitgeteilt wird, muß vorausgesetzt werden, daß diese dritte Meinung vom Anfang an ein fester Bestandteil der Überlieferung war. Die Gelehrten sind aber in diesem Falle die Zeitgenossen Jehudas und Nechmjas und was ihnen zugeschrieben wird, kann als die bei den Tannaiten der nachhadrianischen Zeit über den Meinungen der genannten zwei Tannaiten zur Geltung gelangte Meinung angesehen werden. Bei einigen dieser den „Gelehrten“ gegenüber J. und