Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- 37. für das Schlujahr 1913-1914 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3122061-3122104--5799-3126277- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Einleitung. Neben den mit ausdrückliche!4 Nennung des Autors überlieferten agadischen Aussprüchen, wie sie auf dem weiten und mannigfaltigen Gebiete der jüdischen Traditionsliteratur zu finden sind, ziehen unsere Aufmerksamkeit in ziemlich großer Anzahl solche Agadasätze auf sich, die ohne Nennung eines Autors, aber dennoch mit einer Angabe der Urheberschaft überliefert sind. Es sind das diejenigen Agadasätze, als deren Urheber die Gelehrten bezeichnet sind. ״Die Gelehrten sagen“1) ist eine Formel, welche dem mit ihr eingeleiteten Ausspruche den Stempel der Anonymität aufdrückt, ihn aber dennoch aus der großen Masse der ohne jede Formel in das Schrift־־ tum der Tradition auf genommenen anonymen Sätze heraushebt. Eine Sammlung aller dieser gleichsam halbanonymen Agadasätze, die besonders in den verschiedenen Werken des nachtannaitischen agadischen Midrasch sich weithin zerstreut finden, habe ich in der Absicht unternommen, damit zunächst meine in den Werken über die Ägada der Tannaiten und Amoräer in chronologischer und systematischer Form dargebotene Sammlung der mit Autornamen überlieferten Agadasätze zu ergänzen. Und wenn diese Sammlung der רבנן אמרי (ן. So lautet die Formel in den älteren Midraschwerken. In den Tanchuma-Midraschim ist vermöge ihres sprachlichen Charakters an die Stelle von רבנן dessen hebräisches Aequivalent רבותינו getreten. Nur selten werden die Gelehrten mit dem tannaitischen Ausdrucke חכמים bezeichnet. Übrigens ist unten in den Anmerkungen zu den einzelnen Aussprüchen neben der Quellenangabe auch die jeweilige Einführungsformel angegeben. Daß רבנן und nicht das im Jeruschalmi und im Midrasch sehr oft dafür gesetzte רבנין die ursprüngliche Wortform ist, habe ich in meinem Artikel ״Rabbanan et Rabbana“ in der Revue des Etudes Juives, Bd. LXV, S. 32—39 nachgewiesen. I