Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- 36. für das Schlujahr 1912-1913 (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 73 (sequence 57)
- Language
- German
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…/3122061-3122106--5772-3126249- Visual Library
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in ihrem Verhältnisse zur Praxis. 73 Es muß noch auf einen Lehrsatz Bezug genommen werden, der die Parteibildung betreffs religiöser Gesetzesübung als mosaisches Verbot hinstellt. Vgl. Sifre zu Deut. XIV, i t לא תעשו אגודות אגודות אלא היו כולכם אגודה אהת und Jebam. I3b. Dieser Lehrsatz steht in offenem Widerspruch zu den Verschiedenheiten, die bezüglich religiöser Praxis geherrscht haben. Abaji meint (Jebam. J4a), daß der genannte Lehrsatz nur auf die Bevölkerung einer Stadt Bezug habe. Verschiedene Orte können wohl verschiedene Praxis haben כי אמרינן לא תתגודדו כגון שני בתי דינים בעיר אחת הללו מורים כדברי ב״ש והללו מורים כדברי ב״ה, אבל שני בתי דינים בשתי עיירות לית לן בה. Raba geht noch weiter. Seiner Anschauung nach sind sogar in einer Stadt zweierlei Gesetzesübungen zulässig בי אמרינן לא תתגודדו, כגון ב״ד בעיר אחת פלג מורין כדברי ב׳ש ופלג מורין כדברי ב״ה* 1), אבל שני בתי דינים בעיר אחת לית לן בה. gestattet. Auf die Frage, warum er sich nicht, der Regel entsprechend, der Religionsübung des Ortes, in dem er sich jetzt befindet, fügt, gibt er zur Antwort, daß er das hier Verbotene außerhalb der Stadt gegessen habe. Auf die Frage, warum er keine Schauriemen (תפילין) anlege, gibt er zur Antwort, daß er ein Darmleiden habe und Rab Juda Darmleidende von diesem Gebote dispensiert. — "Warum hast du keine Schaufäden? — Ich trage ein ausgeborgtes Gewand, und ein solches kann nach Rab Juda dreißig Tage lang ohne Schaufäden getragen werden. — R. Zera, befragt darüber, warum er in einem Punkte von Rab und Samuel ab weiche, während er doch aus ihrem Sprengel komme, entschuldigt sich damit, daß die Tradition des in Frage stehenden Lehrsatzes von Rab Josef bar Chij ja stamme und unsicher sei. ג) Jeruschalmi Pesachim IV, 1 schränkt die Zulässigkeit der Abweichung aufs Minimalste ein, und meint, sie beziehe sich nur auf unwesentliche Abweichungen, oder auf solche, die von den Gesetzgebern von vornherein als verschiedenartig ausführbar bestimmt wurden. דשב״ל שאל לריו״ח, ואינו אסור משום בל תתגודדו? א״ל, בשעה שאלו עושין כב״ש ואלו עושין בב״ה (בזה שייך משום בל תתגודדו) - ב״ש וב״ה אין הלכה כב״ה? - א״ל 1בשעה שאלו עושין כר״מ ואלו עושין כר׳ יוסד, — (א״ל) ר״מ ור׳ יוסי אין הלבה כר *וסי? — א״ל תרי תניין איכון על דר״מ ותרי תניין איכון על דר, יומה - א״ל הרי ר״ה זיה״ב, ביהודה נהגו בר׳־ע ובגליל נהגו כרידח בן כורי? - א״ל שנייה הוא, שאם עבר זעשה ביהודה בגליל, ובגליל ביהודה׳ יצא - א״׳ל הרי אלו קורין בי״ד ואלו קורין בט-ו? - א״ל מי שסידר את המשנה סמכה למקרא משפחה ומשפחה, מדינה ומדינה עיר וע1ר~♦ Wie wir sehen, decken di• Bestimmungen der babylonisehen Amoräer besser die herrschenden Zustände, als die des auf einen kleinem Beobachtungskreis sich einschränkenden R. Jochanan und Resch Lakisch. 2*