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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1911-01-01 · 34. für das Schlujahr 1910-1911 (1911) · page 73

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
34. für das Schlujahr 1910-1911 (1911)
Date
1911-01-01
Page
– (sequence 73)
Language
German
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IRI
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6? Hohepriester. möglichkeit det Wiederverhehatung der Geschiedenen mit einem Priester naturgemäß zur Erschwerung und endlich zur völligen Aufhebung der Ehescheidung führen mußte. Noch entscheidender für unsere Frage ist, was Josephus Archäologie III \ 2, 2 über die Ehe des Hohepriesters sagt. Ich setze die schon oben S. 42 angezogene Stelle nochmals ine x t e n s o hteher: ״Den Priestern hat Moses die Keuschheit doppelt eingeschärft. Ihnen insbesondere verbot er, solche Frauen zu nehmen, welche sich früher preisgegeben, welche Leibeigene oder Kriegsgefangene gewesen, welche in Kaufläden oder Wirtschaften gewesen1), oder welche von ihren früheren Männern um irgendwelcher Ursache willen verstoßen worden sind. Der Hohepriester soll auch die Frau eines verstorbenen Mannes nicht heiraten, nur eine Jungfrau hat das* Gesetz ihm zu heiraten gestattet und diese zu behalten“.2)Ritter bemerkt hierzu: ״Die letzten Worte haben gar keinen Sinn. Soll der Hohepriester gerade sich nie von seiner Frau trennen dürfen? Das Richtige dürfte wohl hier Mangey getroffen haben, wenn er (II 222, Note i) statt zu lesen vorschlägt ouAsttjv, eine ״Stammgenossin“. Es würde sich dann daraus er־ geben, daß auch J osephus der Meinung war, der Hohepriester dürfe nur aus dem Priesterstamme heiraten“.Nach unseren Ausführungen bleibt man besser bei der überlieferten Lesart: der Hohepriester darf nur eine Frau, und zwar nur eine Jungfrau heiraten und darf diese nicht mehr entlassen. Die exzeptionelle Stellung des Hohepriesters in bezug J) Diese zwei Kategorien sind meines Wissens im Talmud nicht erwähnt, wohl aber findet sich etwas ähnliches in dem Testament der zwölf Patriarchen IV, 23: ״Eure Töchter werdet ihr zu Tänzerinnen und öffentlichen [Dirnen] machen und werdet euch vermischen mit den Greueln der Heiden“. Reitzenstein, Liebe und Ehe im alten Orient, S. 13: ״Eine besondere Rolle spielten dagegen die Tänzerinnen und Kellnerinnen. Sie unterhielten in Wein- und Bierhäusem die Jünglinge mit Musik und Tanz, liebkosten und bekränzten sie“ usw. 2) aovviy aürtS SsStoxs yxizstv 77ap0*svov aol\ vauTYjv <p>- AaTTS'.v. Die Übersetzung dieses Satzes nach Ritter, S. 73, der aber seihst bemerkt, daß jjlovyjv auch im Sinne von Eine gefaßt werden könnte. Ich halte dies für richtiger (stehe oben 68, n. 3). i; | :1 J I: I I j-

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